Die Bibel Martin Luther 1545

Das zweite Buch Mose (Author Mose)

25:1Und der HErr redete mit Mose und sprach:

25:2Sage den Kindern Israel, daß sie mir ein Hebopfer geben; und nehmet dasselbe von jedermann, der es williglich gibt.

25:3Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz,

25:4gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weiße Seide, Ziegenhaar,

25:5rötliche Widderfelle, Dachsfelle, Föhrenholz,

25:6Öl zur Lampe, Spezerei zur Salbe und gutem Räuchwerk,

25:7Onyxsteine und eingefaßte Steine zum Leibrock und zum Schildlein.

25:8Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich unter ihnen wohne.

25:9Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles seines Geräts zeigen werde, so sollt ihr's machen.

25:10Machet eine Lade von Föhrenholz. Dritthalb Ellen soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.

25:11Und sollst sie mit feinem Golde überziehen, inwendig und auswendig; und mache einen güldenen Kranz oben umher.

25:12Und geuß vier güldene Rinken und mache sie an ihre vier Ecken, also daß zween Rinken seien auf einer Seite und zween auf der andern Seite.

25:13Und mache Stangen von Föhrenholz und überzeuch sie mit Golde.

25:14Und stecke sie in die Rinken an der Lade Seiten, daß man sie dabei trage;

25:15und sollen in den Rinken bleiben und nicht herausgetan werden.

25:16Und sollt in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.

25:17Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.

25:18Und sollst zween Cherubim machen von dichtem Golde, zu beiden Enden des Gnadenstuhls,

25:19daß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zween Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.

25:20Und die Cherubim sollen Flügel ausbreiten, oben überher, daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken, und eines jeglichen Antlitz gegen dem andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.

25:21Und sollt den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.

25:22Von dem Ort will ich dir zeugen und mit dir reden, nämlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zween Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.

25:23Du sollst auch einen Tisch machen von Föhrenholz; zwo Ellen soll seine Länge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.

25:24Und sollst ihn überziehen mit feinem Golde und einen güldenen Kranz umher machen

25:25und eine Leiste umher, einer Hand breit hoch, und einen güldenen Kranz um die Leiste her.

25:26Und sollst vier güldene Ringe dran machen an die vier Orte an seinen vier Füßen.

25:27Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, daß man Stangen drein tue und den Tisch trage;

25:28Und sollst die Stangen von Föhrenholz machen und sie mit Golde überziehen, daß der Tisch damit getragen werde.

25:29Du sollst auch seine Schüsseln, Becher, Kannen, Schalen aus feinem Golde machen, damit man aus und einschenke.

25:30Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.

25:31Du sollst auch einen Leuchter von feinem dichten Golde machen; daran soll der Schaft mit Röhren, Schalen, Knäufen und Blumen sein.

25:32Sechs Röhren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Röhren.

25:33Eine jegliche Röhre soll drei offene Schalen, Knäufe und Blumen haben; das sollen sein die sechs Röhren aus dem Leuchter.

25:34Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knäufen und Blumen haben

25:35und je einen Knauf unter zwo Röhren, welcher sechs aus dem Leuchter gehen.

25:36Denn beide ihre Knäufe und Röhren sollen aus ihm gehen, alles ein dicht lauter Gold.

25:37Und sollst sieben Lampen machen obenauf, daß sie gegeneinander leuchten,

25:38und Lichtschneuzen und Löschnäpfe von feinem Golde.

25:39Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geräte

25:40Und siehe zu, daß du es machest nach ihrem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.

26:1Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von weißer gezwirnter Seide, von gelber Seide, von Scharlaken und Rosinrot. Cherubim sollst du dran machen künstlich.

26:2Die Länge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen; und sollen alle zehn gleich sein.

26:3Und sollen je fünf zusammengefüget sein; einer an den andern.

26:4Und sollst Schläuflein machen von gelber Seide an jeglichen Teppichs Orten, da sie sollen zusammengefüget sein, daß je zween und zween an ihren Orten zusammengeheftet werden,

26:5fünfzig Schläuflein an jeglichem Teppich, daß einer den andern zusammenfasse.

26:6Und sollst fünfzig güldene Hefte machen, damit man die Teppiche zusammenhefte, einen an den andern, auf daß es eine Wohnung werde.

26:7Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Hütte über die Wohnung von elf Teppichen.

26:8Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen; und sollen alle elf gleich groß sein.

26:9Fünf sollst du aneinanderfügen und sechs auch aneinander, daß du den sechsten Teppich zwiefältig machest vorne an der Hütte.

26:10Und sollst an einem jeglichen Teppich fünfzig Schläuflein machen, an ihren Orten, daß sie aneinander bei den Enden gefüget werden.

26:11Und sollst fünfzig eherne Hefte machen und die Hefte in die Schläuflein tun, daß die Hütte zusammengefüget und eine Hütte werde.

26:12Aber das Überlänge an den Teppichen der Hütte sollst du die Hälfte lassen überhangen an der Hütte,

26:13auf beiden Seiten eine Elle lang, daß das übrige sei an der Hütte Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.

26:14Über diese Decke sollst du eine Decke machen von rötlichen Widderfellen, dazu über sie eine Decke von Dachsfellen.

26:15Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Föhrenholz, die stehen sollen.

26:16Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.

26:17Zween Zapfen soll ein Brett haben, daß eins an das andere möge gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen.

26:18Zwanzig sollen ihrer stehen gegen dem Mittag.

26:19Die sollen vierzig silberne Füße unten haben, je zween Füße unter jeglichem Brett an seinen zween Zapfen.

26:20Also auf der andern Seite, gegen Mitternacht, sollen auch zwanzig Bretter stehen

26:21und vierzig silberne Füße, je zween Füße unter jeglichem Brett.

26:22Aber hinten an der Wohnung, gegen dem Abend, sollst du sechs Bretter machen.

26:23Dazu zwei Bretter hinten an die zwo Ecken der Wohnung,

26:24daß ein jegliches der beiden sich mit seinem Ortbrett von unten auf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer,

26:25daß acht Bretter seien mit ihren silbernen Füßen; deren sollen sechzehn sein, je zween unter einem Brett.

26:26Und, sollst Riegel machen von Föhrenholz, fünf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung

26:27und fünf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fünf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen dem Abend.

26:28Und sollst die Riegel mitten an den Brettern durchhinstoßen und alles zusammenfassen von einem Ort zu dem andern.

26:29Und sollst die Bretter mit Golde überziehen und ihre Rinken von Golde machen, daß man die Riegel drein tue.

26:30Und die Riegel sollst du mit Gold überziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge.

26:31Und sollst einen Vorhang machen von gelber Seide, Scharlaken und Rosinrot und gezwirnter weißer Seide; und sollst Cherubim dran machen künstlich.

26:32Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Föhrenholz, die mit Gold überzogen sind und güldene Knäufe und vier silberne Füße haben.

26:33Und sollst den Vorhang mit Heften anheften und die Lade des Zeugnisses inwendig des Vorhangs setzen, daß er euch ein Unterschied sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.

26:34Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten.

26:35Den Tisch aber setze außer dem Vorhange und den Leuchter gegen dem Tisch über, zu mittagwärts der Wohnung, daß der Tisch stehe gegen Mitternacht.

26:36Und sollst ein Tuch machen in die Tür der Hütte, gewirkt von gelber Seide, Rosinrot, Scharlaken und gezwirnter weißer Seide.

26:37Und sollst demselben Tuch fünf Säulen machen von Föhrenholz, mit Gold überzogen, mit güldenen Knäufen, und sollst ihnen fünf eherne Füße gießen.

27:1Und sollst einen Altar machen von Föhrenholz, fünf Ellen lang und breit, daß er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch.

27:2Hörner sollst du auf seine vier Ecken machen, und sollst ihn mit Erz überziehen.

27:3Mache auch Aschentöpfe, Schaufeln, Becken, Kreuel, Kohlpfannen; alle seine Geräte sollst du von Erz machen.

27:4Du sollst auch ein ehern Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Orte.

27:5Du sollst es aber von unten auf um den Altar machen, daß das Gitter reiche bis mitten an den Altar.

27:6Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Föhrenholz, mit Erz überzogen.

27:7Und sollst die Stangen in die Ringe tun, daß die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, damit man ihn tragen möge.

27:8Und sollst ihn also von Brettern machen, daß er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeiget ist.

27:9Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weißer Seide, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen dem Mittag,

27:10Und zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Knäufe mit ihren Reifen von Silber.

27:11Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang; zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Knäufe mit ihren Reifen von Silber.

27:12Aber gegen dem Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang fünfzig Ellen lang, zehn Säulen auf zehn Füßen.

27:13Gegen dem Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fünfzig Ellen,

27:14also daß der Umhang habe auf einer Seite fünfzehn Ellen, dazu drei Säulen auf dreien Füßen,

27:15und aber fünfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Säulen auf dreien Füßen.

27:16Aber in dem Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirket von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen.

27:17Alle Säulen um den Hof her sollen silberne Reife und silberne Knäufe und eherne Füße haben.

27:18Und die Länge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe fünf Ellen, von gezwirnter weißer Seide; und seine Füße sollen ehern sein.

27:19Auch alle Geräte der Wohnung zu allerlei Amt und alle seine Nägel und alle Nägel des Hofes sollen ehern sein.

27:20Gebeut den Kindern Israel, daß sie zu dir bringen das allerreinste lautere Öl von Ölbäumen gestoßen, zur Leuchte, das man allezeit oben in die Lampen tue

27:21in der Hütte des Stifts außer dem Vorhang, der vor dem Zeugnis hanget. Und Aaron und seine Söhne sollen sie zurichten, beide des Morgens und des Abends, vor dem HErrn. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel.



Original from luther-bibel-1545.de. Used with their permission and encouragement.