127:1Wo der HErr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der HErr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst.
127:2Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend.
127:3Siehe, Kinder sind eine Gabe des HErrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
127:4Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten die jungen Knaben.
127:5Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.
128:0Ein Lied im höhern Chor.
128:1Wohl dem, der den HErrn fürchtet und auf seinen Wegen gehet!
128:2Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast's gut!
128:3Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, deine Kinder wie die Ölzweige um deinen Tisch her.
128:4Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HErrn fürchtet.
128:5Der HErr wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang
128:6und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!
129:0Ein Lied im höhern Chor.
129:1Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf, so sage Israel;
129:2sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht.
129:3Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen.
129:4Der HErr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.
129:5Ach; daß müßten zuschanden werden und zurückkehren alle, die Zion gram sind!
129:6Ach, daß sie müßten sein wie das Gras auf den Dächern, welches verdorret, ehe man es ausrauft,
129:7von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll,
129:8und die vorübergehen, nicht sprechen: Der Segen des HErrn sei über euch; wir segnen euch im Namen des HErrn!