13:1HErr, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgest du dein Antlitz vor mir?
13:2lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
13:3Schaue doch und erhöre mich, HErr, mein GOtt! Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe,
13:4daß nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig worden, und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege.
13:5Ich hoffe aber darauf, daß du so gnädig bist; mein Herz freuet sich, daß du so gerne hilfest.
13:6Ich will dem HErrn singen, daß er so wohl an mir tut.
14:0Ein Psalm Davids, vorzusingen.
14:1Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein GOtt. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen. Da ist keiner, der Gutes tue.
14:2Der HErr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei und nach GOtt frage.
14:3Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
14:4Will denn der Übeltäter keiner das merken, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren, aber den HErrn rufen sie nicht an?
14:5Daselbst fürchten sie sich; aber GOtt ist bei dem Geschlecht der Gerechten.
14:6Ihr schändet des Armen Rat; aber GOtt ist seine Zuversicht.
14:7Ach, daß die Hilfe aus Zion über Israel käme, und der HErr sein gefangen Volk erlösete! So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.
15:0Ein Psalm Davids.
15:1HErr, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?
15:2Wer ohne Wandel einhergehet und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen;
15:3wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinem Nächsten kein Arges tut und seinen Nächsten nicht schmähet;
15:4wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehret die Gottesfürchtigen; wer seinem Nächsten schwöret und hält es;
15:5wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.