1Jauchzet dem HErrn, alle Welt!2Dienet dem HErrn mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!3Erkennet, daß der HErr GOtt ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.4Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!5Denn der HErr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Ein Psalm Davids.1Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HErr, lobsagen.2Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause.3Ich nehme mir keine böse Sache vor. Ich hasse den Übertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.4Ein verkehret Herz muß von mir weichen; den Bösen leide ich nicht.5Der seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebärden und hohen Mut hat.6Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen, und habe gerne fromme Diener.7Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lügner gedeihen nicht bei mir.8Frühe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Übeltäter ausrotte aus der Stadt des HErrn.
Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HErrn ausschüttet.1HErr, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!2Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!3Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.4Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.5Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.6Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten.7Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.8Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bei mir.9Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen10vor deinem Dräuen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast.11Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.12Du aber, HErr, bleibest ewiglich und dein Gedächtnis für und für.13Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen.14Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden;15daß die Heiden den Namen des HErrn fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;16daß der HErr Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.17Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmähet ihr Gebet nicht.18Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HErrn loben.19Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HErr siehet vom Himmel auf Erden,20daß er das Seufzen des Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,21auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HErrn und sein Lob zu Jerusalem,22wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HErrn zu dienen.23Er demütiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage.24Ich sage: Mein GOtt, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.25Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.26Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.27Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.28Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.