1Erhöre mich, wenn ich rufe, GOtt meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!2Liebe Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lügen so gerne! Sela.3Erkennet doch daß der HErr seine Heiligen wunderlich führet! Der HErr höret, wenn ich ihn anrufe.4Zürnet ihr, sündiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. Sela.5Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HErrn.6Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, HErr, erhebe über uns das Licht deines Antlitzes!7Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.8Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HErr, hilfst mir, daß ich sicher wohne.
Ein Psalm Davids, vorzusingen für das Erbe.1HErr, höre meine Worte, merke auf meine Rede!2Vernimm mein Schreien, mein König und mein GOtt; denn ich will vor dir beten.3HErr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken und drauf merken.4Denn du bist nicht ein GOtt, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibet nicht vor dir.5Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen Übeltätern.6Du bringest die Lügner um; der HErr hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen.7Ich aber will in dein Haus gehen auf deine große Güte und anbeten gegen deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.8HErr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her.9Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, ihr Inwendiges ist Herzeleid, ihr Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie.10Schuldige sie, GOtt, daß sie fallen von ihrem Vornehmen! Stoße sie aus um ihrer großen Übertretung willen; denn sie sind dir widerspenstig.11Laß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmest sie; fröhlich laß sein in dir, die deinen Namen lieben!12Denn du, HErr, segnest die Gerechten; du krönest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.1Ach, HErr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!2HErr, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HErr, denn meine Gebeine sind erschrocken,3und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HErr, wie lange!4Wende dich, HErr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!5Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Hölle danken?6Ich bin so müde vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager.7Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben geängstet werde.8Weichet von mir, alle Übeltäter; denn der HErr höret mein Weinen,9der HErr höret mein Flehen, mein Gebet nimmt der HErr an.10Es müssen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, sich zurückkehren und zuschanden werden plötzlich.