1Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?2Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren Händen zu freveln.3Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lügner irren von Mutterleib an.4Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft,5daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.6GOtt, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HErr, die Backenzähne der jungen Löwen!7Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleußt. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen.8Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.9Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.10Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut,11daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird sein ja genießen; es ist ja noch GOtt Richter auf Erden.
Ein gülden Kleinod Davids, daß er nicht umkäme, da Saul hinsandte und ließ sein Haus bewahren, daß er ihn tötete.1Errette mich, mein GOtt, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, so sich wider mich setzen!2Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen!3Denn siehe, HErr, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.4Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein!5Du, HErr, GOtt Zebaoth, GOtt Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind! Sela.6Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.7Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es hören?8Aber du, HErr, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.9Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn GOtt ist mein Schutz.10GOtt erzeigt mir reichlich seine Güte; GOtt läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.11Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HErr, unser Schild, und stoße sie hinunter!12Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen.13Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß GOtt Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela.14Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.15Laß sie hin und herlaufen um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.16Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.17Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, GOtt, bist mein Schutz und mein gnädiger GOtt.
Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwölftausend.1GOtt, der du uns verstoßen und zerstreuet hast und zornig warest, tröste uns wieder!2Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellet ist.3Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten.4Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela.5Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhöre uns!6GOtt redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth.7Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst,8Moab ist mein Waschtöpfen, meinen Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzet zu mir.9Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?10Wirst du es nicht tun, GOtt, der du uns verstößest und zeuchst nicht aus, GOtt, auf unser Heer?11Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nütze.12Mit GOtt wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.