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1Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen,2sondern hat Lust zum Gesetz des HErrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht.3Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das gerät wohl.4Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet.5Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sünder in der Gemeine der Gerechten.6Denn der HErr kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.
1Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich?2Die Könige im Lande lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HErrn und seinen Gesalbten:3Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!4Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der HErr spottet ihrer.5Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken.6Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.7Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der HErr zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget.8Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigentum.9Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.10So laßt euch nun weisen, ihr Könige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden!11Dienet dem HErrn mit Furcht und freuet euch mit Zittern!12Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!
Ein Psalm Davids, da er floh vor seinem Sohn Absalom.
1Ach, HErr, wie ist meiner Feinde so viel, und setzen sich so viele wider mich!2Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei GOtt. Sela.3Aber du, HErr, bist der Schild für mich, und der mich zu Ehren setzet und mein Haupt aufrichtet.4Ich rufe an mit meiner Stimme den HErrn, so erhöret er mich von seinem heiligen Berge. Sela.5Ich liege und schlafe und erwache; denn der HErr hält mich.6Ich fürchte mich nicht vor viel Hunderttausenden, die sich umher wider mich legen.7Auf HErr, und hilf mir, mein GOtt; denn du schlägst alle meine Feinde auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Zähne.8Bei dem HErrn findet man Hilfe und deinen Segen über dein Volk. Sela.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.
1Erhöre mich, wenn ich rufe, GOtt meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!2Liebe Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lügen so gerne! Sela.3Erkennet doch daß der HErr seine Heiligen wunderlich führet! Der HErr höret, wenn ich ihn anrufe.4Zürnet ihr, sündiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. Sela.5Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HErrn.6Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, HErr, erhebe über uns das Licht deines Antlitzes!7Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.8Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HErr, hilfst mir, daß ich sicher wohne.
Ein Psalm Davids, vorzusingen für das Erbe.
1HErr, höre meine Worte, merke auf meine Rede!2Vernimm mein Schreien, mein König und mein GOtt; denn ich will vor dir beten.3HErr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken und drauf merken.4Denn du bist nicht ein GOtt, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibet nicht vor dir.5Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen Übeltätern.6Du bringest die Lügner um; der HErr hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen.7Ich aber will in dein Haus gehen auf deine große Güte und anbeten gegen deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.8HErr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her.9Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, ihr Inwendiges ist Herzeleid, ihr Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie.10Schuldige sie, GOtt, daß sie fallen von ihrem Vornehmen! Stoße sie aus um ihrer großen Übertretung willen; denn sie sind dir widerspenstig.11Laß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, denn du beschirmest sie; fröhlich laß sein in dir, die deinen Namen lieben!12Denn du, HErr, segnest die Gerechten; du krönest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.
1Ach, HErr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!2HErr, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HErr, denn meine Gebeine sind erschrocken,3und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HErr, wie lange!4Wende dich, HErr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!5Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Hölle danken?6Ich bin so müde vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager.7Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben geängstet werde.8Weichet von mir, alle Übeltäter; denn der HErr höret mein Weinen,9der HErr höret mein Flehen, mein Gebet nimmt der HErr an.10Es müssen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, sich zurückkehren und zuschanden werden plötzlich.
Die Unschuld Davids, davon er sang dem HErrn von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten.
1Auf dich, HErr, traue ich, mein GOtt! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,2daß sie nicht wie Löwen meine Seele erhaschen und zerreißen, weil kein Erretter da ist.3HErr, mein GOtt, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Händen;4hab ich Böses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschädiget,5so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela.6auf, HErr, in deinem Zorn, erhebe dich über den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast,7daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor.8Der HErr ist Richter über die Leute. Richte mich, HErr, nach meiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit.9Laß der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fördere die Gerechten; denn du, gerechter GOtt, prüfest Herzen und Nieren.10Mein Schild ist bei GOtt, der den frommen Herzen hilft.11GOtt ist ein rechter Richter und ein GOtt, der täglich dräuet.12Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet,13und hat drauf gelegt tödlich Geschoß; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben.14Siehe, der hat Böses im Sinn, mit Unglück ist er schwanger; er wird aber einen Fehl gebären.15Er hat eine Grube gegraben und ausgeführt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.16Sein Unglück wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen.17Ich danke dem HErrn um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HErrn, des Allerhöchsten.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith.
1HErr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da man dir danket im Himmel!2dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.3Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest.4Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest; und des Menschen Kind, daß du dich sein annimmst?5Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von GOtt verlassen sein. Aber mit Ehren und Schmuck wirst du ihn krönen.6Du wirst ihn zum Herrn machen über deiner Hände Werk; alles hast du unter seine Füße getan:7Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,8die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet.9HErr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Ein Psalm Davids von der schönen Jugend, vorzusingen.
1Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.2Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster,3daß du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umkommen vor dir.4Denn du führest mein Recht und Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl ein rechter Richter.5Du schiltst die Heiden und bringest die Gottlosen um; ihren Namen vertilgest du immer und ewiglich.6Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Städte hast du umgekehret; ihr Gedächtnis ist umkommen samt ihnen.7Der HErr aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht.8Und er wird den Erdboden recht richten und die Leute regieren rechtschaffen.9Und der HErr ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not.10Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HErr, suchen.11Lobet den HErrn, der zu Zion wohnet; verkündiget unter den Leuten sein Tun!12Denn er gedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisset nicht des Schreiens der Armen.13HErr, sei mir gnädig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebest aus den Toren des Todes,14auf daß ich erzähle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, daß ich fröhlich sei über deine Hilfe.15Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; ihr Fuß ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten.16So erkennet man, daß der HErr Recht schaffet. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände durchs Wort. Sela.17Ach, daß die Gottlosen müßten zur Hölle gekehret werden, alle Heiden, die GOttes vergessen!18Denn er wird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.19HErr, stehe auf, daß Menschen nicht Überhand kriegen; laß alle Heiden vor dir gerichtet werden!20Gib ihnen, HErr, einen Meister, daß die Heiden erkennen daß sie Menschen sind. Sela.
1HErr, warum trittst du so ferne, verbirgest dich zur Zeit der Not?2Weil der Gottlose Übermut treibet, muß der Elende leiden. Sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke.3Denn der Gottlose rühmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lästert den HErrn.4Der Gottlose ist so stolz und zornig, daß er nach niemand fraget; in allen seinen Tücken hält er GOtt für nichts.5Er fähret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.6Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird für und für keine Not haben.7Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an.8Er sitzt und lauert in den Höfen; er erwürget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen.9Er lauert im Verborgenen, wie ein Löwe in der Höhle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht.10Er zerschlägt und drücket nieder und stößt zu Boden den Armen mit Gewalt.11Er spricht in seinem Herzen: GOtt hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.12Stehe auf, HErr GOtt, erhebe deine Hand; vergiß der Elenden nicht!13Warum soll der Gottlose GOtt lästern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach?14Du siehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer; es stehet in deinen Händen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Helfer.15Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Böse, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden.16Der HErr ist König immer und ewiglich; die Heiden müssen aus seinem Land umkommen.17Das Verlangen der Elenden hörest du, HErr; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr drauf merket,18daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Ich traue auf den HErrn. Wie saget ihr denn zu meiner Seele, sie soll fliegen wie ein Vogel auf eure Berge?2Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehne, damit heimlich zu schießen die Frommen.3Denn sie reißen den Grund um; was soll der Gerechte ausrichten?4Der HErr ist in seinem heiligen Tempel, des HErrn Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen drauf, seine Augenlider prüfen die Menschenkinder.5Der HErr prüfet den Gerechten; seine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln.6Er wird regnen lassen über die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben.7Der HErr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb, darum daß ihre Angesichte schauen auf das da recht ist.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.
1Hilf, HErr, die Heiligen haben abgenommen, und der Gläubigen ist wenig unter den Menschenkindern.2Einer redet mit dem andern unnütze Dinge und heucheln und lehren aus uneinigem Herzen.3Der HErr wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet,4die da sagen: Unsere Zunge soll überhand haben, uns gebührt zu reden; wer ist unser HErr?5Weil denn die Elenden verstöret werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HErr; ich will eine Hilfe schaffen, daß man getrost lehren soll.6Die Rede des HErrn ist lauter, wie durchläutert Silber im irdenen Tiegel, bewähret siebenmal.7Du, HErr, wollest sie bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich.8Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unter den Menschen herrschen.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1HErr, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgest du dein Antlitz vor mir?2lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?3Schaue doch und erhöre mich, HErr, mein GOtt! Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe,4daß nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig worden, und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege.5Ich hoffe aber darauf, daß du so gnädig bist; mein Herz freuet sich, daß du so gerne hilfest.6Ich will dem HErrn singen, daß er so wohl an mir tut.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein GOtt. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen. Da ist keiner, der Gutes tue.2Der HErr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei und nach GOtt frage.3Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.4Will denn der Übeltäter keiner das merken, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren, aber den HErrn rufen sie nicht an?5Daselbst fürchten sie sich; aber GOtt ist bei dem Geschlecht der Gerechten.6Ihr schändet des Armen Rat; aber GOtt ist seine Zuversicht.7Ach, daß die Hilfe aus Zion über Israel käme, und der HErr sein gefangen Volk erlösete! So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.
Ein Psalm Davids.
1HErr, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?2Wer ohne Wandel einhergehet und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen;3wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinem Nächsten kein Arges tut und seinen Nächsten nicht schmähet;4wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehret die Gottesfürchtigen; wer seinem Nächsten schwöret und hält es;5wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.
Ein gülden Kleinod Davids.
1Bewahre mich, GOtt; denn ich traue auf dich.2Ich habe gesagt zu dem HErrn: Du bist ja der HErr, ich muß um deinetwillen leiden.3Für die Heiligen, so auf Erden sind, und für die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen.4Aber jene, die einem andern nacheilen, werden groß Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen.5Der HErr aber ist mein Gut und mein Teil; du erhältst mein Erbteil.6Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schön Erbteil worden.7Ich lobe den HErrn, der mir geraten hat; auch züchtigen mich meine Nieren des Nachts.8Ich habe den HErrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben.9Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist fröhlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen.10Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese.11Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Ein Gebet Davids.
1HErr, erhöre die Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet.2Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht!3Du prüfest mein Herz und besuchest es des Nachts und läuterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, daß mein Mund nicht soll übertreten.4Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem Wege des Mörders.5Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten!6Ich rufe zu dir, daß du, GOtt, wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede!7Beweise deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen.8Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel9vor den Gottlosen, die mich verstören, vor meinen Feinden, die um und um nach meiner Seele stehen.10Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz.11Wo wir gehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, daß sie uns zur Erde stürzen,12gleichwie ein Löwe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Löwe, der in der Höhle sitzt.13HErr, mache dich auf, überwältige ihn und demütige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert,14von den Leuten deiner Hand, HErr, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch füllest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben und lassen ihr übriges ihren Jungen.15Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.
Ein Psalm vorzusingen, Davids, des HErrn Knechts, welcher hat dem HErrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach:
1Herzlich lieb habe ich dich, HErr, meine Stärke,2HErr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein GOtt, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz!3Ich will den HErrn loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erlöset.4Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die Bäche Belials erschreckten mich;5der Höllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.6Wenn mir angst ist, so rufe ich den HErrn an und schreie zu meinem GOtt, so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren.7Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten sich und bebeten, da er zornig war.8Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzete.9Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.10Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den Fittichen des Windes.11Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken, darin er verborgen war.12Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen.13Und der HErr donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen.14Er schoß seine Strahlen und zerstreuete sie; er ließ sehr blitzen und schreckte sie.15Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HErr, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase.16Er schickte aus von der Höhe und holete mich und zog mich aus großen Wassern.17Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren,18Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls; und der HErr ward meine Zuversicht.19Und er führete mich aus in den Raum, er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.20Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände.21Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen GOtt.22Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir,23sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hüte mich vor Sünden.24Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen.25Beiden Heiligen bist du heilig und bei den Frommen bist du fromm26und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt.27Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du.28Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HErr, mein GOtt, macht meine Finsternis licht.29Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen und mit meinem GOtt über die Mauern springen.30GOttes Wege sind ohne Wandel; die Reden des HErrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.31Denn wo ist ein GOtt ohne dem HErrn? oder ein Hort ohne unsern GOtt?32GOtt rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel.33Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Höhe.34Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen.35Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärket mich; und wenn du mich demütigest, machst du mich groß.36Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten.37Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.38Ich will sie zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müssen unter meine Füße fallen.39Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen:40Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre.41Sie rufen, aber da ist kein Helfer; zum HErrn, aber er antwortet ihnen nicht.42Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse.43Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.44Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's wider mich gefehlet.45Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden:46Der HErr lebet, und gelobet sei mein Hort; und der GOtt meines Heils müsse erhaben werden,47der GOtt, der mir Rache gibt und zwinget die Völker unter mich,48der mich errettet von meinen Feinden und erhöhet mich aus denen, die sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern.49Darum will ich dir danken, HErr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,50der seinem Könige groß Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten, David, und seinem Samen ewiglich.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Die Himmel erzählen die Ehre GOttes, und die Feste verkündiget seiner Hände Werk.2Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.3Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre.4Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht.5Und dieselbe gehet heraus, wie ein Bräutigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg.6Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.7Das Gesetz des HErrn ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HErrn ist gewiß und macht die Albernen weise.8Die Befehle des HErrn sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HErrn sind lauter und erleuchten die Augen.9Die Furcht des HErrn ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HErrn sind wahrhaftig, allesamt gerecht.10Sie sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer denn Honig und Honigseim.11Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hält, der hat großen Lohn.12Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle!13Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuldig bleiben großer Missetat.14Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HErr, mein Hort und mein Erlöser!
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Der HErr erhöre dich in der Not; der Name des GOttes Jakobs schütze dich!2Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und stärke dich aus Zion!3Er gedenke all deines Speisopfers, und dein Brandopfer müsse fett sein. Sela.4Er gebe dir, was dein Herz begehret, und erfülle alle deine Anschläge!5Wir rühmen, daß du uns hilfst; und im Namen unsers GOttes werfen wir Panier auf. Der HErr gewähre dir alle deine Bitte!6Nun merke ich, daß der HErr seinem Gesalbten hilft und erhöret ihn in seinem heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft gewaltiglich.7Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HErrn, unsers GOttes.8Sie sind niedergestürzt und gefallen; wir aber stehen aufgerichtet.9Hilf, HErr! Der König erhöre uns, wenn wir rufen!
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1HErr, der König freuet sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe!2Du gibst ihm seines Herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela.3Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen; du setzest eine güldene Krone auf sein Haupt.4Er bittet dich ums Leben, so gibst du ihm langes Leben immer und ewiglich.5Er hat große Ehre an deiner Hilfe; du legest Lob und Schmuck auf ihn.6Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden deines Antlitzes.7Denn der König hoffet auf den HErrn und wird durch die Güte des Höchsten festbleiben.8Deine Hand wird finden alle deine Feinde; deine Rechte wird finden, die dich hassen.9Du wirst sie machen wie einen Feuerofen, wenn du dreinsehen wirst; der HErr wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.10Ihre Frucht wirst du umbringen vom Erdboden und ihren Samen von den Menschenkindern.11Denn sie gedachten dir Übels zu tun, und machten Anschläge, die sie; nicht konnten ausführen.12Denn du wirst sie zur Schulter machen; mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen.13HErr, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.
Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die frühe gejagt wird.
1Mein GOtt, mein GOtt, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne.2Mein GOtt, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.3Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels.4Unsere Väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus.5Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht zuschanden.6Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.7Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf8Er klage es dem HErrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm!9Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Brüsten war.10Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein GOtt von meiner Mutter Leib an.11Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Helfer.12Große Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet;13ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brüllender und reißender Löwe.14Ich bin ausgeschüttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.15Meine Kräfte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub.16Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat sich um mich gemacht; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.17Ich möchte alle meine Beine zählen. Sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir.18Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.19Aber du, HErr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!20Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden!21Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern.22Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeine rühmen.23Rühmet den HErrn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels!24Denn er hat nicht verachtet noch verschmähet das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie hörete er's.25Dich will ich preisen in der großen Gemeine; ich will meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten.26Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dem HErrn fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.27Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum HErrn bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.28Denn der HErr hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden.29Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kümmerlich leben.30Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom HErrn wird man verkündigen zu Kindeskind.31Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, daß er's tut.
Ein Psalm Davids.
1Der HErr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.2Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.3Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.4Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.5Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.6Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HErrn immerdar.
Ein Psalm Davids.
1Die Erde ist des HErrn, und was drinnen ist, der Erdboden, und was drauf wohnet.2Denn er hat ihn an die Meere gegründet und an den Wassern bereitet.3Wer wird auf des HErrn Berg gehen? und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte?4Der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwöret nicht fälschlich.5Der wird den Segen vom HErrn empfahen und Gerechtigkeit von dem GOtt seines Heils.6Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Jakob. Sela.7Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe!8Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der HErr, stark und mächtig, der HErr, mächtig im Streit.9Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe!10Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der HErr Zebaoth, er ist der König der Ehren. Sela.
Ein Psalm Davids.
1Nach dir, HErr, verlanget mich.2Mein GOtt, ich hoffe auf dich. Laß mich nicht zuschanden werden, daß sich meine Feinde nicht freuen über mich!3Denn keiner wird zuschanden, der dein harret; aber zuschanden müssen sie werden, die losen Verächter.4HErr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!5Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich; denn du bist der GOtt, der mir hilft; täglich harre ich dein.6Gedenke, HErr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist.7Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretung; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen!8Der HErr ist gut und fromm, darum unterweiset er die Sünder auf dem Wege.9Er leitet die Elenden recht und lehret die Elenden seinen Weg.10Die Wege des HErrn sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen Bund und Zeugnis halten.11Um deines Namens willen, HErr, sei gnädig meiner Missetat, die da groß ist!12Wer ist der, der den HErrn fürchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg.13Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.14Das Geheimnis des HErrn ist unter denen, die ihn fürchten, und seinen Bund läßt er sie wissen.15Meine Augen sehen stets zu dem HErrn denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.16Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.17Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!18Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Sünde!19Siehe, daß meiner Feinde so viel ist und hassen mich aus Frevel.20Bewahre meine Seele und errette mich; laß mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich.21Schlecht und recht, das behüte mich; denn ich harre dein.22GOtt, erlöse Israel aus aller, seiner Not!
Ein Psalm Davids.
1HErr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf den HErrn, darum werde ich nicht fallen.2Prüfe mich, HErr, und versuche mich; läutere meine Nieren und mein Herz!3Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandele in deiner Wahrheit.4Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.5Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen und sitze nicht bei den Gottlosen.6Ich wasche meine Hände mit Unschuld und halte mich, HErr, zu deinem Altar,7da man höret die Stimme des Dankens und da man prediget alle deine Wunder.8HErr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet.9Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutdürstigen,10welche mit bösen Tücken umgehen und nehmen gerne Geschenke.11Ich aber wandele unschuldig. Erlöse mich und sei mir gnädig!12Mein Fuß gehet richtig. Ich will dich loben, HErr, in den Versammlungen.
Ein Psalm Davids.
1Der HErr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollt ich mich fürchten? Der HErr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?2Darum, so die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen.3Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; Wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.4Eins bitte ich vom HErrn, das hätte ich gerne, daß ich im Hause des HErrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen GOttesdienste des HErrn und seinen Tempel zu besuchen.5Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirget mich heimlich in seinem Gezelt und erhöhet mich auf einem Felsen;6und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HErrn.7HErr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und erhöre mich!8Mein Herz hält dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, HErr, dein Antlitz.9Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoße nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Laß mich nicht und tu nicht von mir die Hand ab, GOtt, mein Heil!10Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HErr nimmt mich auf.11HErr weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.12Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen wider mich und tun mir unrecht ohne Scheu.13Ich glaube aber doch, daß ich sehen werde das Gute des HErrn im Lande der Lebendigen.14Harre des HErrn! Sei getrost und unverzagt und harre des HErrn!
Ein Psalm Davids.
1Wenn ich rufe zur dir, HErr, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Hölle fahren.2Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor.3Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den Übeltätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen.4Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bösen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, was sie verdienet haben!5Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HErrn noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen.6Gelobet sei der HErr; denn er hat erhöret die Stimme meines Flehens.7Der HErr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede.8Der HErr ist ihre Stärke; er ist die Stärke, die seinem Gesalbten hilft.9Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhöhe sie ewiglich!
Ein Psalm Davids.
1Bringet her dem HErrn, ihr Gewaltigen bringet her dem HErrn Ehre und Stärke!2Bringet dem HErrn Ehre seines Namens; betet an den HErrn in heiligem Schmuck!3Die Stimme des HErrn gehet auf den Wassern; der GOtt der Ehren donnert, der HErr auf großen Wassern.4Die Stimme des HErrn gehet mit Macht; die Stimme des HErrn gehet herrlich.5Die Stimme des HErrn zerbricht die Zedern; der HErr zerbricht die Zedern im Libanon6und machet sie löcken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn.7Die Stimme des HErrn häuet wie Feuerflammen.8Die Stimme des HErrn erreget die Wüste; die Stimme des HErrn erreget die Wüste Kades.9Die Stimme des HErrn erreget die Hindinnen und entblößet die Wälder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen.10Der HErr sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HErr bleibt ein König in Ewigkeit.11Der HErr wird seinem Volk Kraft geben; der HErr wird sein Volk segnen mit Frieden.
Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids.
1Ich preise dich, HErr, denn du hast mich erhöhet und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen.2HErr, mein GOtt, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.3HErr, du hast meine Seele aus der Hölle geführet; du hast mich lebendig behalten, da die in die Hölle fuhren.4Ihr Heiligen, lobsinget dem HErrn; danket und preiset seine Heiligkeit!5Denn sein Zorn währet einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens die Freude.6Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen.7Denn, HErr, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.8Ich will, HErr, rufen zu dir; dem HErrn will ich flehen.9Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkündigen?10HErr, höre und sei mir gnädig; HErr, sei mein Helfer!11Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegürtet,12auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HErr, mein GOtt, ich will dir danken in Ewigkeit.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1HErr, auf dich traue ich. Laß mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!2Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest.3Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.4Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn du bist meine Stärke.5In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, HErr, du treuer GOtt.6Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den HErrn.7Ich freue mich und bin fröhlich über deiner Güte, daß du mein Elend ansiehest und erkennest meine Seele in der Not8und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellest meine Füße auf weiten Raum.9HErr, sei mir gnädig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch.10Denn mein Leben hat abgenommen vor Trübnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet.11Es gehet mir so übel, daß ich bin eine große Schmach worden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir.12Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein zerbrochen Gefäß.13Denn viele schelten mich übel, daß jedermann sich vor mir scheuet; sie ratschlagen miteinander über mich und denken mir das Leben zu nehmen.14Ich aber, HErr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein GOtt.15Meine Zeit stehet in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.16Laß leuchten dein Antlitz über deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte!17HErr, laß mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zuschanden und geschweiget werden in der Hölle.18Verstummen müssen falsche Mäuler, die da reden wider den Gerechten, steif, stolz und höhnisch.19Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich fürchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen.20Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen.21Gelobet sei der HErr, daß er hat eine wunderliche Güte mir bewiesen in einer festen Stadt!22Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen; dennoch höretest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie.23Liebet den HErrn, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HErr und vergilt reichlich dem, der Hochmut übet.24Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HErrn harret!
Eine Unterweisung Davids.
1Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist!2Wohl dem Menschen, dem der HErr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist!3Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen.4Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Sela.5Darum bekenne ich dir meine Sünde und verhehle meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HErrn meine Übertretung bekennen. Da vergabest du mir die Missetat meiner Sünde. Sela.6Dafür werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen.7Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behüten, daß ich errettet, ganz fröhlich rühmen könnte. Sela.8Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.9Seid nicht wie Rosse und Mäuler, die nicht verständig sind, welchen man Zaum und Gebiß muß ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.10Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HErrn hoffet, den wird die Güte umfahen.11Freuet euch des HErrn und seid fröhlich, ihr Gerechten, und rühmet, alle ihr Frommen!
1Freuet euch des HErrn, ihr Gerechten! Die Frommen sollen ihn schön preisen.2Danket dem HErrn mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten!3Singet ihm ein neues Lied; machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle!4Denn des HErrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiß.5Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist voll der Güte des HErrn.6Der Himmel ist durchs Wort des HErrn gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes.7Er hält das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefe ins Verborgene.8Alle Welt fürchte den HErrn, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet!9Denn er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da.10Der HErr macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker.11Aber der Rat des HErrn bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für.12Wohl dem Volk, des der HErr ein GOtt ist, das Volk, das er zum Erbe erwählet hat!13Der HErr schauet vom Himmel und siehet aller Menschen Kinder.14Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen.15Er lenket ihnen allen das Herz, er merket auf alle ihre Werke.16Einem Könige hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große Kraft;17Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht.18Siehe, des HErm Auge siehet auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen,19daß er ihre Seele errette vom Tode und ernähre sie in der Teurung.20Unsere Seele harret auf den HErrn; er ist unsere Hilfe und Schild.21Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen.22Deine Güte, HErr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.
Ein Psalm Davids, da er seine Gebärde verstellete vor Abimelech, der ihn von sich trieb, und er wegging.
1Ich will den HErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.2Meine Seele soll sich rühmen des HErrn, daß die Elenden hören und sich freuen.3Preiset mit mir den HErrn und laßt uns miteinander seinen Namen erhöhen!4Da ich den HErrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.5Welche ihn ansehen und anlaufen, deren Angesicht wird nicht zuschanden.6Da dieser Elende rief, hörete der HErr und half ihm aus allen seinen Nöten.7Der Engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus.8Schmecket und sehet, wie freundlich der HErr ist! Wohl dem, der auf ihn trauet!9Fürchtet den HErrn, ihr seine Heiligen; denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.10Die Reichen müssen darben und hungern; aber die den HErrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.11Kommt her, Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HErrn lehren.12Wer ist, der gut Leben begehrt und gerne gute Tage hätte?13Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, daß sie nicht falsch reden.14Laß vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach.15Die Augen des HErrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.16Das Antlitz aber des HErrn stehet über die, so Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde.17Wenn die (Gerechten) schreien, so höret der HErr und errettet sie aus all ihrer Not.18Der HErr ist nahe bei denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagen Gemüt haben.19Der Gerechte muß viel leiden; aber der HErr hilft ihm aus dem allem.20Er bewahret ihm alle seine Gebeine, daß deren nicht eins zerbrochen wird.21Den Gottlosen wird das Unglück töten, und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.22Der HErr erlöset die Seele seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.
Ein Psalm Davids.
1HErr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter!2Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen!3Zücke den Spieß und schütze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe.4Es müssen sich schämen und gehöhnet werden, die nach meiner Seele stehen; es müssen zurückkehren und zuschanden werden, die mir übelwollen.5Sie müssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des HErrn stoße sie weg.6Ihr Weg müsse finster und schlüpfrig werden, und der Engel des HErrn verfolge sie.7Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet.8Er müsse unversehens überfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, müsse ihn fahen und müsse drinnen überfallen werden.9Aber meine Seele müsse sich freuen des HErrn und fröhlich sein auf seine Hilfe.10Alle meine Gebeine müssen sagen: HErr, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Räubern.11Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.12Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen.13Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete von Herzen stets.14Ich hielt mich, als wäre es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid trägt über seine Mutter.15Sie aber freuen sich über meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie reißen und hören nicht auf.16Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauchs willen, beißen sie ihre Zähne zusammen über mich.17HErr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel und meine Einsame von den jungen Löwen.18Ich will dir danken in der großen Gemeine und unter viel Volks will ich dich rühmen.19Laß sich nicht über mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen.20Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande;21und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne.22HErr, du siehest es, schweige nicht; HErr, sei nicht ferne von mir!23Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein GOtt und HErr!24HErr, mein GOtt, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen.25Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Laß sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen.26Sie müssen sich schämen und zu Schanden werden, alle, die sich meines Übels freuen; sie müssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rühmen.27Rühmen und freuen müssen sich, die mir gönnen, daß ich recht behalte, und immer sagen: Der HErr müsse hoch gelobet sein, der seinem Knechte wohl will!28Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen.
Ein Psalm Davids, des HErrn Knechts, vorzusingen.
1Es ist von Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, daß keine Gottesfurcht bei ihnen ist.2Sie schmücken sich untereinander selbst, daß sie ihre böse Sache fördern und andere verunglimpfen.3Alle ihre Lehre ist schädlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, daß sie Gutes täten,4sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen fest auf dem bösen Wege und scheuen kein Arges.5HErr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.6Deine Gerechtigkeit stehet wie die Berge GOttes und dein Recht wie große Tiefe. HErr, du hilfst Menschen und Vieh.7Wie teuer ist deine Güte, GOtt, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel trauen!8Sie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkest sie mit Wollust als mit einem Strom.9Denn bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht.10Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen.11Laß mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen stürze mich nicht,12sondern laß sie, die Übeltäter, daselbst fallen, daß sie verstoßen werden und nicht bleiben mögen.
Ein Psalm Davids.
1Erzürne dich nicht über die Bösen; sei nicht neidisch über die Übeltäter!2Denn wie das Gras werden sie bald abgehauen und wie das grüne Kraut werden sie verwelken.3Hoffe auf den HErrn und tue Gutes; bleibe im Lande und nähre dich redlich.4Habe deine Lust am HErrn; der wird dir geben, was dein Herz wünschet.5Befiehl dem HErrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen6und wird deine Gerechtigkeit hervor bringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.7Sei stille dem HErrn und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dem sein Mutwille glücklich fortgehet.8Stehe ab vom Zorn und laß den Grimm; erzürne dich nicht, daß du auch übel tust.9Denn die Bösen werden ausgerottet; die aber des HErrn harren, werden das Land erben.10Es ist noch um ein kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du nach seiner Stätte sehen wirst, wird er weg sein.11Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in großem Frieden.12Der Gottlose dräuet dem Gerechten und beißet seine Zähne zusammen über ihn.13Aber der HErr lachet sein; denn er siehet, daß sein Tag kommt.14Die Gottlosen ziehen das Schwert aus und spannen ihren Bogen, daß sie fällen den Elenden und Armen und schlachten die Frommen.15Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen.16Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser denn das große Gut vieler Gottlosen.17Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen; aber der HErr erhält die Gerechten.18Der HErr kennet die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben.19Sie werden nicht zuschanden in der bösen Zeit, und in der Teurung werden sie genug haben.20Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des HErrn, wenn sie gleich sind wie eine köstliche Aue, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergehet.21Der Gottlose borget und bezahlet nicht; der Gerechte aber ist barmherzig und milde.22Denn seine Gesegneten erben das Land; aber seine Verfluchten werden ausgerottet.23Von dem HErrn wird solches Mannes Gang gefördert und hat Lust an seinem Wege.24Fällt er, so wird er nicht weggeworfen; denn der HErr erhält ihn bei der Hand.25Ich bin jung gewesen und alt worden und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen.26Er ist allezeit barmherzig und leihet gerne; und sein Same wird gesegnet sein.27Laß vom Bösen und tue Gutes, und bleibe immerdar.28Denn der HErr hat das Recht lieb und verläßt seine Heiligen nicht; ewiglich werden sie bewahret; aber der Gottlosen Same wird ausgerottet.29Die Gerechten erben das Land und bleiben ewiglich drinnen.30Der Mund des Gerechten redet die Weisheit, und seine Zunge lehret das Recht.31Das Gesetz seines GOttes ist, in seinem Herzen, seine Tritte gleiten nicht.32Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu töten.33Aber der HErr läßt ihn nicht in seinen Händen und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird.34Harre auf den HErrn und halte seiner Weg, so wird er dich erhöhen, daß du das Land erbest; du wirst's sehen, daß die Gottlosen ausgerottet werden.35Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig und breitete sich aus und grünete wie ein Lorbeerbaum.36Da man vorüberging, siehe, da war er dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend funden.37Bleibe fromm und halte dich recht, denn solchem wird's zuletzt wohlgehen.38Die Übertreter aber werden vertilget miteinander, und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet.39Aber der HErr hilft den Gerechten; der ist ihre Stärke in der Not.40Und der HErr wird ihnen beistehen und wird sie erretten; er wird sie von den Gottlosen erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.
Ein Psalm Davids zum Gedächtnis.
1HErr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!2Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich.3Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Dräuen, und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde.4Denn meine Sünden gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer worden.5Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.6Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig.7Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.8Es ist mit mir gar anders und bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.9HErr, vor dir ist alle meine Begierde und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.10Mein Herz bebet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.11Meine Lieben und Freunde stehen gegen mich und scheuen meine Plage, und meine Nächsten treten ferne.12Und die mir nach der Seele stehen, stellen mir; und die mir übel wollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.13Ich aber muß sein wie ein Tauber und nicht hören, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.14Und muß sein wie einer, der nicht höret und der keine Widerrede in seinem Munde hat.15Aber ich harre, HErr, auf dich; du, HErr, mein GOtt, wirst erhören.16Denn ich denke, daß sie ja sich nicht über mich freuen. Wenn mein Fuß wankete; würden sie sich hoch rühmen wider mich.17Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.18Denn ich zeige meine Missetat an und sorge für meine Sünde.19Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich unbillig hassen, sind groß.20Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum daß ich ob dem Guten halte.21Verlaß mich nicht, HErr, mein GOtt; sei nicht ferne von mir!22Eile mir beizustehen, HErr, meine Hilfe!
Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jeduthun.
1Ich habe mir vorgesetzt, ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund zäumen, weil ich muß den Gottlosen so vor mir sehen.2Ich bin verstummet und still und schweige der Freuden und muß mein Leid in mich fressen.3Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich entzündet; ich rede mit meiner Zunge.4Aber, HErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.5Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela.6Sie gehen daher wie ein Schemen und machen ihnen viel vergeblicher Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird.7Nun, HErr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich.8Errette mich von aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren ein Spott werden.9Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; du wirst's wohlmachen.10Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand.11Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen! Sela.12Höre mein Gebet, HErr, und vernimm mein Schreien und schweige nicht über meinen Tränen; denn ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter.13Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre und nicht mehr hie sei.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Ich harrete des HErrn; und er neigete sich zu mir und hörete mein Schreien2und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann;3und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern GOtt. Das werden viele sehen und den HErrn fürchten und auf ihn hoffen.4Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HErrn und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen, und die mit Lügen umgehen.5HErr, mein GOtt, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind.6Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.7Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.8Deinen Willen, mein GOtt, tu ich gerne und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.9Ich will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeine; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HErr, das weißest du.10Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeine.11Du aber, HErr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine Güte und Treue allewege mich behüten!12Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.13Laß dir's gefallen, HErr, daß du mich errettest; eile, HErr, mir zu helfen!14Schämen müssen sich und zuschanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zuschanden werden, die mir Übels gönnen.15Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da!16Es müssen sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: Der HErr sei hochgelobt!17Denn ich bin arm und elend; der HErr aber sorget für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein GOtt, verzeuch nicht!
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Wohl dem, der sich des Dürftigen annimmt! Den wird der HErr erretten zur bösen Zeit.2Der HErr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und ihm lassen wohlgehen auf Erden und nicht geben in seiner Feinde Willen.3Der HErr wird ihn erquicken auf seinem Siechbette; du hilfst ihm von aller seiner Krankheit.4Ich sprach: HErr, sei mir gnädig, heile meine Seele; denn ich habe an dir gesündiget.5Meine Feinde reden Arges wider mich: Wann wird er sterben und sein Name vergehen?6Sie kommen, daß sie schauen, und meinen's doch nicht von Herzen, sondern suchen etwas, daß sie lästern mögen, gehen hin und tragen's aus.7Alle, die mich hassen, raunen miteinander wider mich und denken Böses über mich.8Sie haben ein Bubenstück über mich beschlossen: Wenn er liegt, soll er nicht wieder aufstehen!9Auch mein Freund, dem ich mich vertrauete, der mein Brot aß, tritt mich unter die Füße.10Du aber, HErr, sei mir gnädig und hilf mir auf, so will ich sie bezahlen.11Dabei merke ich, daß du Gefallen an mir hast, daß mein Feind über mich nicht jauchzen wird.12Mich aber erhältst du um meiner Frömmigkeit willen und stellest mich vor dein Angesicht ewiglich.13Gelobt sei der HErr, der GOtt Israels, von nun an bis in Ewigkeit! Amen, Amen.
Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.
1Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, GOtt, zu dir.2Meine Seele dürstet nach GOtt, nach dem lebendigen GOtt. Wann werde ich dahin kommen, daß ich GOttes Angesicht schaue?3Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein GOtt?4Wenn ich denn des inne werde, so schütte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause GOttes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da feiern.5Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf GOtt; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht.6Mein GOtt, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg.7Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.8Der HErr hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu GOtt meines Lebens.9Ich sage zu GOtt, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?10Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine Feinde schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein GOtt?11Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf GOtt; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein GOtt ist.
1Richte mich, GOtt, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten.2Denn du bist der GOtt meiner Stärke; warum verstößest du mich? Warum lässest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget?3Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,4daß ich hineingehe zum Altar GOttes, zu dem GOtt, der meine Freude und Wonne ist, und dir, GOtt; auf der Harfe danke, mein GOtt!5Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf GOtt; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein GOtt ist.
Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen,
1GOtt, wir haben mit unsern Ohren gehöret, unsere Väter haben uns erzählet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.2Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Völker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet.3Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.4GOtt, du bist derselbe mein König, der du Jakob Hilfe verheißest.5Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoßen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.6Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen,7sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen.8Wir wollen täglich rühmen von GOtt und deinem Namen danken ewiglich. Sela.9Warum verstößest du uns denn nun und lässest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer?10Du lässest uns fliehen vor unserm Feinde, daß uns berauben, die uns hassen.11Du lässest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden.12Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum.13Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind.14Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und daß die Völker das Haupt über uns schütteln.15Täglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande,16daß ich die Schänder und Lästerer hören und die Feinde und Rachgierigen sehen muß.17Dies alles ist über uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt;18unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege,19daß du uns so zerschlägest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis.20Wenn wir des Namens unsers GOttes vergessen hätten und unsere Hände aufgehoben zum fremden GOtt,21das möchte GOtt wohl finden; nun kennet er ja unsers Herzens Grund.22Denn wir werden ja um deinetwillen täglich erwürget und sind geachtet wie Schlachtschafe.23Erwecke dich, HErr, warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht so gar!24Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges?25Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden.26Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen!
Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah von den Rosen, vorzusingen.
1Mein Herz dichtet ein feines Lied ich will singen von einem Könige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers.2Du bist der Schönste unter den Menschenkindern; holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich GOtt ewiglich.3Gürte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmücke dich schön!4Es müsse dir gelingen, in deinem Schmuck. Zeuch einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bei Recht zu behalten, so wird deine rechte Hand Wunder beweisen.5Scharf sind deine Pfeile, daß die Völker vor dir niederfallen mitten unter den Feinden des Königs.6dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerades Zepter.7Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich, GOtt, dein GOtt gesalbet mit Freudenöle, mehr denn deine Gesellen.8Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloe und Kezia, wenn du aus den elfenbeinernen Palästen dahertrittst in deiner schönen Pracht.9In deinem Schmuck gehen der Könige Töchter; die Braut stehet zu deiner Rechten in eitel köstlichem Golde.10Höre, Tochter, schaue drauf und neige deine Ohren; vergiß deines Volks und deines Vaters Haus,11so wird der König Lust an deiner Schöne haben; denn er ist dein HErr, und sollst ihn anbeten.12Die Tochter Zor wird mit Geschenk da sein, die Reichen im Volk werden vor dir flehen.13Des Königs Tochter ist ganz herrlich inwendig; sie ist mit güldenen Stücken gekleidet.14Man führet sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führet man zu dir.15Man führet sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des Königs Palast.16Anstatt deiner Väter wirst du Kinder kriegen; die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt.17Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewiglich.
Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen.
1GOtt ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.2Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,3wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela.4Dennoch soll die Stadt GOttes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.5GOtt ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; GOtt hilft ihr frühe.6Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt.7Der HErr Zebaoth ist mit uns, der GOtt Jakobs ist unser Schutz. Sela.8Kommt her und schauet die Werke des HErrn, der auf Erden solch Zerstören anrichtet,9der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.10Seid stille und erkennet, daß ich GOtt bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden.11Der HErr Zebaoth ist mit uns, der GOtt Jakobs ist unser Schutz. Sela.
Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah.
1Frohlocket mit Händen, alle Völker, und jauchzet GOtt mit fröhlichem Schall!2Denn der HErr, der Allerhöchste, ist erschrecklich, ein großer König auf dem ganzen Erdboden.3Er wird die Völker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Füße.4Er erwählet uns zum Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet. Sela.5GOtt fähret auf mit Jauchzen und der HErr mit heller Posaune.6Lobsinget, lobsinget GOtt; lobsinget, lobsinget unserm Könige!7Denn GOtt ist König auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klüglich!8GOtt ist König über die Heiden; GOtt sitzt auf seinem heiligen Stuhl.9Die Fürsten unter den Völkern sind versammelt zu einem Volk dem GOtt Abrahams; denn GOtt ist sehr erhöhet bei den Schilden auf Erden.
Ein Psalmlied der Kinder Korah.
1Groß ist der HErr und hoch berühmt in der Stadt unsers GOttes, auf seinem heiligen Berge.2Der Berg Zion ist wie ein schön Zweiglein, des sich das ganze Land tröstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des großen Königs.3GOtt ist in ihren Palästen bekannt, daß er der Schutz sei.4Denn siehe, Könige sind versammelt und miteinander vorübergezogen.5Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gestürzt.6Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebärerin.7Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind.8Wie wir gehöret haben, so sehen wir's an der Stadt des HErrn Zebaoth, an der Stadt unsers GOttes; GOtt erhält dieselbige ewiglich. Sela9GOtt, wir warten deiner Güte in deinem Tempel.10GOtt, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.11Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Judas seien fröhlich um deiner Rechte willen.12Macht euch um Zion und umfahet sie; zählet ihre Türme!13Leget Fleiß an ihre Mauern und erhöhet ihre Paläste, auf daß man davon verkündige bei den Nachkommen,14daß dieser GOtt sei unser GOtt immer und ewiglich. Er führet uns wie die Jugend.
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
1Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,2beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander.3Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.4Wir wollen einen guten Spruch hören und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen.5Warum sollt ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Übertreter umgibt?6Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum.7Kann doch ein Bruder niemand erlösen noch GOtt jemand versöhnen;8denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlösen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich,9ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet.10Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und müssen ihr Gut andern lassen.11Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für und haben große Ehre auf Erden.12Dennoch können sie nicht bleiben in solcher Würde, sondern müssen davon wie ein Vieh.13Dies ihr Tun ist eitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela.14Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Hölle müssen sie bleiben.15Aber GOtt wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela.16Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.17Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.18sondern er tröstet sich dieses guten Lebens und preiset es, wenn einer nach guten Tagen trachtet.19So fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.20Kurz, wenn ein Mensch in der Würde ist und hat keinen Verstand, so fähret er davon wie ein Vieh.
Ein Psalm Assaphs.
1GOtt der HErr, der Mächtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.2Aus Zion bricht an der schöne Glanz GOttes.3Unser GOtt kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und um ihn her ein groß Wetter.4Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte.5Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer.6Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn GOtt ist Richter. Sela.7Höre, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unter dir zeugen: Ich, GOtt, bin dein GOtt.8Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir.9Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Böcke aus deinen Ställen;10denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.11Ich kenne alles Gevögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir.12Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist.13Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, oder Bocksblut trinken?14Opfere GOtt Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde!15Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.16Aber zum Gottlosen spricht GOtt: Was verkündigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,17so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?18Wenn du einen Dieb siehest, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.19Dein Maul lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falschheit.20Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du.21Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.22Merket doch das, die ihr GOttes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da.23Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil GOttes.
Ein Psalm Davids, vorzusingen, da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen.
1GOtt, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit!2Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde!3Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.4An dir allein hab ich gesündiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst.5Siehe, ich bin aus sündlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.6Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit.7Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde.8Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.9Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden und tilge alle meine Missetat.10Schaffe in mir, GOtt, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.11Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.12Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich.13Denn ich will die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren.14Errette mich von den Blutschulden, GOtt, der du mein GOtt und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.15HErr, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige!16Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht.17Die Opfer, die GOtt gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, GOtt, nicht verachten.18Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem!19Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.
Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus kommen.
1Was trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden tun, so doch GOttes Güte noch täglich währet?2Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lügen wie ein scharf Schermesser.3Du redest lieber Böses denn Gutes und falsch denn recht. Sela.4Du redest gern alles, was zu Verderben dienet, mit falscher Zunge.5Darum wird dich GOtt auch ganz und gar zerstören und zerschlagen und aus der Hütte reißen und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela.6Und die Gerechten werden's sehen und sich fürchten und werden sein lachen:7Siehe, das ist der Mann, der GOtt nicht für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zutun.8Ich aber werde bleiben wie ein grüner Ölbaum im Hause GOttes, verlasse mich auf GOttes Güte immer und ewiglich.9Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; und will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude dran.
Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen.
1Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein GOtt. Sie taugen nichts und sind ein Greuel worden in ihrem bösen Wesen. Da ist keiner, der Gutes tut.2GOtt schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei, der nach GOtt frage.3Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untüchtig. Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.4Wollen denn die Übeltäter ihnen nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren? GOtt rufen sie nicht an.5Da fürchten sie sich aber, da nicht zu fürchten ist; denn GOtt zerstreuet die Gebeine der Treiber. Du machst sie zuschanden; denn GOtt verschmähet sie.6Ach, daß die Hilfe aus Zion über Israel käme, und GOtt sein gefangen Volk erlösete! So würde sich Jakob freuen und Israel fröhlich sein.
Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen, da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen.
1Hilf mir, GOtt, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.2GOtt, erhöre mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes!3Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben GOtt nicht vor Augen. Sela.4Siehe, GOtt stehet mir bei; der HErr erhält meine Seele.5Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstöre sie durch deine Treue!6So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, HErr, danken, daß er so tröstlich ist.7Denn du errettest mich aus aller meiner Not, daß mein Auge an meinen Feinden Lust siehet.
Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.
1GOtt, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.2Merke auf mich und erhöre mich, wie ich so kläglich zage und heule,3daß der Feind so schreiet, und der Gottlose dränget; denn sie wollen mir einen Tück beweisen und sind mir heftig gram.4Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf mich gefallen.5Furcht und Zittern ist mich ankommen, und Grauen hat mich überfallen.6Ich sprach: O, hätte ich Flügel wie Tauben, daß ich flöge und etwa bliebe!7Siehe, so wollt ich mich ferne weg machen und in der Wüste bleiben. Sela.8Ich wollt eilen, daß ich entrönne vor dem Sturmwind und Wetter.9Mache ihre Zunge uneins, HErr, und laß sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.10Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern; es ist Mühe und Arbeit drinnen.11Schadentun regieret drinnen, Lügen und Trügen läßt nicht von ihrer Gasse.12Wenn mich doch mein Feind schändete, wollt ich's leiden, und wenn mir mein Hasser pochte, wollt ich mich vor ihm verbergen;13du aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter,14die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause GOttes zu Haufen.15Der Tod übereile sie, und müssen lebendig in die Hölle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.16Ich aber will zu GOtt rufen, und der HErr wird mir helfen.17Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören.18Er erlöset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe; denn ihrer ist viel wider mich.19GOtt wird hören und sie demütigen, der allwege bleibt. Sela. Denn sie werden nicht anders und fürchten GOtt nicht.20Denn sie legen ihre Hände an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund.21Ihr Mund ist glätter denn Butter und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn Öl und sind doch bloße Schwerter.22Wirf dein Anliegen auf den HErrn! Der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.23Aber, GOtt, du wirst sie hinunterstoßen in die tiefe Grube. Die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hälfte bringen. Ich aber hoffe auf dich.
Ein gülden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath.
1GOtt, sei mir gnädig, denn Menschen wollen mich versenken; täglich streiten sie und ängsten mich.2Meine Feinde versenken mich täglich; denn viele streiten wider mich stolziglich.3Wenn ich mich fürchte, hoffe ich auf dich.4Ich will GOttes Wort rühmen; auf GOtt will ich hoffen und mich nicht fürchten; was sollte mir Fleisch tun?5Täglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, daß sie mir übel tun.6Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen.7Was sie Böses tun, das ist schon vergeben. GOtt, stoße solche Leute ohne alle Gnade hinunter!8Zähle meine Flucht, fasse meine Tränen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du zählest sie.9Dann werden sich meine Feinde müssen zurückkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, daß du mein GOtt bist.10Ich will rühmen GOttes Wort, ich will rühmen des HErrn Wort.11Auf GOtt hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir die Menschen tun?12Ich habe dir, GOtt, gelobet, daß ich dir danken will.13Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, daß ich wandeln mag vor GOtt im Licht der Lebendigen.
Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme, da er vor Saul floh in die Höhle.
1Sei mir gnädig, GOtt, sei mir gnädig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorübergehe.2Ich rufe zu GOtt, dem Allerhöchsten, zu GOtt, der meines Jammers ein Ende macht.3Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. GOtt sendet seine Güte und Treue.4Ich liege mit meiner Seele unter den Löwen. Die Menschenkinder sind Flammen; ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter.5Erhebe dich, GOtt, über den Himmel und deine Ehre über alle Welt!6Sie stellen meinem Gange Netze und drücken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela.7Mein Herz ist bereit, GOtt, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe.8Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Frühe wille ich aufwachen.9HErr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.10Denn deine Güte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.11Erhebe dich, GOtt, über den Himmel und deine Ehre über alle Welt!
Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme.
1Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?2Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren Händen zu freveln.3Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lügner irren von Mutterleib an.4Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft,5daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.6GOtt, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HErr, die Backenzähne der jungen Löwen!7Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleußt. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen.8Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.9Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.10Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut,11daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird sein ja genießen; es ist ja noch GOtt Richter auf Erden.
Ein gülden Kleinod Davids, daß er nicht umkäme, da Saul hinsandte und ließ sein Haus bewahren, daß er ihn tötete.
1Errette mich, mein GOtt, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, so sich wider mich setzen!2Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen!3Denn siehe, HErr, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.4Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein!5Du, HErr, GOtt Zebaoth, GOtt Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind! Sela.6Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.7Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es hören?8Aber du, HErr, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.9Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn GOtt ist mein Schutz.10GOtt erzeigt mir reichlich seine Güte; GOtt läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.11Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HErr, unser Schild, und stoße sie hinunter!12Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen.13Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß GOtt Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela.14Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.15Laß sie hin und herlaufen um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.16Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.17Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, GOtt, bist mein Schutz und mein gnädiger GOtt.
Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwölftausend.
1GOtt, der du uns verstoßen und zerstreuet hast und zornig warest, tröste uns wieder!2Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellet ist.3Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten.4Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela.5Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhöre uns!6GOtt redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth.7Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst,8Moab ist mein Waschtöpfen, meinen Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzet zu mir.9Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?10Wirst du es nicht tun, GOtt, der du uns verstößest und zeuchst nicht aus, GOtt, auf unser Heer?11Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nütze.12Mit GOtt wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel.
1Höre, GOtt, mein Geschrei und merke auf mein Gebet!2Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich führen auf einen hohen Felsen.3Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.4Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela.5Denn du, GOtt, hörest meine Gelübde; du belohnest die wohl, die deinen Namen fürchten.6Du gibst einem Könige langes Leben, daß seine Jahre währen immer für und für,7daß er immer sitzen bleibet vor GOtt. Erzeige ihm Güte und Treue, die ihn behüten.8So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelübde bezahle täglich.
Ein Psalm Davids für Jeduthun, vorzusingen.
1Meine Seele ist stille zu GOtt, der mir hilft.2Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist.3Wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget, als eine hangende Wand und zerrissene Mauer?4Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lüge, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela.5Aber meine Seele harret nur auf GOtt; denn er ist meine Hoffnung.6Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde.7Bei GOtt ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf GOtt.8Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus! GOtt ist unsere Zuversicht. Sela.9Aber Menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wägen weniger denn nichts, soviel ihrer ist.10Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist. Fällt euch Reichtum zu, so hänget das Herz nicht dran.11GOtt hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehöret, daß GOtt allein mächtig ist.12Und du, HErr, bist gnädig und bezahlest einem jeglichen, wie er's verdienet.
Ein Psalm Davids, da er war in der Wüste.
1GOtt, du bist mein GOtt; frühe wache ich zu dir. Es dürstet meine Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und dürren Lande, da kein Wasser ist.2Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre.3Denn deine Güte ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich.4Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.5Das wäre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben sollte.6Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir.7Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel rühme ich.8Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhält mich.9Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu überfallen; sie werden unter die Erde hinunterfahren.10Sie werden ins Schwert fallen und den Füchsen zuteil werden.11Aber der König freuet sich in GOtt. Wer bei ihm schwöret, wird gerühmet werden; denn die Lügenmäuler sollen verstopft werden.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Höre, GOtt, meine Stimme in meiner Klage; behüte mein Leben vor dem grausamen Feinde!2Verbirg mich vor der Sammlung der Bösen, vor dem Haufen der Übeltäter,3welche ihre Zunge schärfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen,4daß sie heimlich schießen den Frommen; plötzlich schießen sie auf ihn ohne alle Scheu.5Sie sind kühn mit ihren bösen Anschlägen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?6Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Ränke.7Aber GOtt wird sie plötzlich schießen, daß ihnen wehe tun wird.8Ihre eigene Zunge wird sie fällen, daß ihrer spotten wird, wer sie siehet.9Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat GOtt getan, und merken, daß es sein Werk sei.10Die Gerechten werden sich des HErrn freuen und auf ihn trauen und alle frommen Herzen werden sich des rühmen.
Ein Psalm Davids, zum Lied vorzusingen.
1GOtt, man lobet dich in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gelübde.2Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.3Unsere Missetat drücket uns hart; du wollest unsere Sünde vergeben.4Wohl dem, den du erwählest und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen! Der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.5Erhöre uns nach der wunderlichen Gerechtigkeit, GOtt, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;6der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerüstet ist mit Macht;7der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und das Toben der Völker,8daß sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da webet, beide des Morgens und Abends.9Du suchest das Land heim und wässerst es und machest es sehr reich. GOttes Brünnlein hat Wassers die Fülle. Du lässest ihr Getreide wohlgeraten, denn also bauest du das Land.10Du tränkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.11Du krönest das Jahr mit deinem Gut und deine Fußtapfen triefen von Fett.12Die Wohnungen in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig.13Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet.
Ein Psalmlied, vorzusingen.
1Jauchzet GOtt, alle Lande!2Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich!3Sprechet zu GOtt: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht.4Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela.5Kommt her und sehet an die Werke GOttes, der so wunderlich ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern.6Er verwandelt das Meer ins Trockne, daß man zu Fuß über das Wasser gehet; des freuen wir uns in ihm.7Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen werden sich nicht erhöhen können. Sela.8Lobet, ihr Völker, unsern GOtt; lasset seinen Ruhm weit erschallen,9der unsere Seelen im Leben behält und läßt unsere Füße nicht gleiten.10Denn, GOtt, du hast uns versucht und geläutert, wie das Silber geläutert wird.11Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt;12du hast Menschen lassen über unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser kommen; aber du hast uns ausgeführt und erquicket.13Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelübde bezahlen,14wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not.15Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken. Sela.16Kommt her, höret zu, alle, die ihr GOtt fürchtet; ich will erzählen, was er an meiner Seele getan hat.17Zu ihm rief ich mit meinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge.18Wo ich Unrechts vorhätte in meinem Herzen, so würde der HErr nicht hören.19Darum erhöret mich GOtt und merket auf mein Flehen.20Gelobt sei GOtt, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen.
1GOtt sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela,2daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.3Es danken dir; GOtt, die Völker; es danken dir alle Völker.4Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Sela.5Es danken dir, GOtt, die Völker; es danken dir alle Völker.6Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns GOtt, unser GOtt!7Es segne uns GOtt, und alle Welt fürchte ihn!
Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.
1Es stehe GOtt auf, daß seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen.2Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor GOtt.3Die Gerechten aber müssen sich freuen und fröhlich sein vor GOtt und von Herzen sich freuen.4Singet GOtt, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft herfährt! Er heißt HErr; und freuet euch vor ihm,5der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist GOtt in seiner heiligen Wohnung,6ein GOtt, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausführet zu rechter Zeit und läßt die Abtrünnigen bleiben in der Dürre.7GOtt, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der Wüste, Sela,8da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem GOtt in Sinai, vor dem GOtt, der Israels GOtt ist.9Nun aber gibst du, GOtt, einen gnädigen Regen, und dein Erbe, das dürre ist, erquickest du,10daß deine Tiere drinnen wohnen können. GOtt, du labest die Elenden mit deinen Gütern.11Der HErr gibt das Wort mit großen Scharen Evangelisten.12Die Könige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die Hausehre teilet den Raub aus.13Wenn ihr zu Felde lieget, so glänzet es als der Tauben Flügel, die wie Silber und Gold schimmern.14Wenn der Allmächtige hin und wieder unter ihnen Könige setzet, so wird es helle, wo es dunkel ist.15Der Berg GOttes ist ein fruchtbarer Berg, ein groß und fruchtbar Gebirge.16Was hüpfet ihr großen Gebirge? GOtt hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, und der HErr bleibt auch immer daselbst.17Der Wagen GOttes ist viel tausendmal tausend; der HErr ist unter ihnen im heiligen Sinai.18Du bist in die Höhe gefahren und hast das Gefängnis gefangen; du hast Gaben empfangen für die Menschen, auch die Abtrünnigen, daß GOtt der HErr dennoch daselbst bleiben wird.19Gelobet sei der HErr täglich! GOtt legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.20Wir haben einen GOtt, der da hilft, und den HErrn HErrn, der vom Tode errettet.21Aber GOtt wird den Kopf seiner Feinde zerschmeißen samt ihrem Haarschädel, die da fortfahren in ihrer Sünde.22Doch spricht der HErr: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus der Tiefe des Meers will ich etliche holen.23Darum wird dein Fuß in der Feinde Blut gefärbet werden, und deine Hunde werden es lecken.24Man siehet, GOtt, wie du einherzeuchst, wie du, mein GOtt und König, einherzeuchst im Heiligtum.25Die Sänger gehen vorher, danach die Spielleute unter den Mägden, die da pauken.26Lobet GOtt den HErrn in den Versammlungen für den Brunn Israels.27Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Fürsten Judas mit ihren Haufen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphthalis.28Dein GOtt hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, GOtt, uns stärken; denn es ist dein Werk.29Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Könige Geschenke zuführen.30Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kälbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Völker, die da gerne kriegen.31Die Fürsten aus Ägypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hände ausstrecken zu GOtt.32Ihr Königreiche auf Erden, singet GOtt, lobsinget dem HErrn, Sela,33dem, der da fährt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, er wird seinem Donner Kraft geben.34Gebt GOtt die Macht! Seine Herrlichkeit ist in Israel und seine Macht in den Wolken.35GOtt ist wundersam in seinem Heiligtum. Er ist GOtt Israels; er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei GOtt!
Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.
1GOtt, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.2Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.3Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen GOtt.4Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht geraubt habe.5GOtt, du weißest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.6Laß nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, HErr, HErr Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, GOtt Israels!7Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.8Ich bin fremd worden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.9Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmähen, fallen auf mich.10Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.11Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött draus.12Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.13Ich aber bete, HErr, zu dir zur angenehmen Zeit. GOtt, durch deine große Güte, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe!14Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,15daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe.16Erhöre mich, HErr, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit17und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhöre mich eilend!18Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!19Du weißest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.20Die Schmach bricht mir mein Herz und kränket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Tröster, aber ich finde keine.21Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.22Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!23Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laß immer wanken!24Geuß deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!25Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne!26Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest.27Laß sie in eine Sünde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.28Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.29Ich aber bin elend, und mir ist wehe. GOtt, deine Hilfe schütze mich!30Ich will den Namen GOttes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.31Das wird dem HErrn baß gefallen denn ein Farr, der Hörner und Klauen hat.32Die Elenden sehen und freuen sich; und die GOtt suchen, denen wird das Herz leben.33Denn der HErr höret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.34Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.35Denn GOtt wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.36Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden drinnen bleiben.
Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedächtnis.
1Eile, GOtt, mich zu erretten, HErr, mir zu helfen!2Es müssen sich schämen und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehöhnet werden, die mir übels wünschen,3daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: Da, da!4Freuen und fröhlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immer sagen: Hochgelobt sei GOtt!5Ich aber bin elend und arm. GOtt, eile zu mir, denn du bist mein Helfer und Erretter; mein GOtt, verzeuch nicht!
1HErr, ich traue auf dich; laß mich nimmermehr zuschanden werden!2Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus; neige deine Ohren zu mir und hilf mir!3Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.4Mein GOtt, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.5Denn du bist meine Zuversicht, HErr HErr, meine Hoffnung von meiner Jugend an.6Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Mein Ruhm ist immer von dir.7Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht.8Laß meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.9Verwirf mich nicht in meinem Alter; verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde.10Denn meine Feinde reden wider mich, und die auf meine Seele halten, beraten sich miteinander11und sprechen: GOtt hat ihn verlassen; jaget nach und ergreifet ihn, denn da ist kein Erretter!12GOtt, sei nicht ferne von mir; mein GOtt, eile mir zu helfen!13Schämen müssen sich und umkommen, die meiner Seele wider sind; mit Schande und Hohn müssen sie überschüttet werden, die mein Unglück suchen.14Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen.15Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich dein Heil, die ich nicht alle zählen kann.16Ich gehe einher in der Kraft des HErrn HErrn; ich preise deine Gerechtigkeit allein.17GOtt, du hast mich von Jugend auf gelehret; darum verkündige ich deine Wunder.18Auch verlaß mich nicht, GOtt, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.19GOtt, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du große Dinge tust. GOtt, wer ist dir gleich?20Denn du lässest mich erfahren viel und große Angst und machst mich wieder lebendig und holest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf.21Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.22So danke ich auch dir mit Psalterspiel für deine Treue, mein GOtt; ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel.23Meine Lippen und meine Seele, die du erlöset hast, sind fröhlich und lobsingen dir.24Auch dichtet meine Zunge täglich von deiner Gerechtigkeit. Denn schämen müssen sich und zuschanden werden, die mein Unglück suchen.
Des Salomo.
1GOtt, gib dein Gericht dem Könige und deine Gerechtigkeit des Königs Sohne,2daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette.3Laß die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit.4Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lästerer zerschmeißen.5Man wird dich fürchten, solange die Sonne und der Mond währet, von Kind zu Kindeskindern.6Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten.7Zu seinen Zeiten wird blühen der Gerechte und großer Friede, bis daß der Mond nimmer sei.8Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende.9Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken.10Die Könige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Könige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zuführen.11Alle Könige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen.12Denn er wird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen Helfer hat.13Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen.14Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlösen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm.15Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, täglich wird man ihn loben.16Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Städten wie Gras auf Erden.17Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne währet, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen.18Gelobet sei GOtt der HErr, der GOtt Israels, der alleine Wunder tut;19und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen.20Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.
Ein Psalm Assaphs.
1Israel hat dennoch GOtt zum Trost, wer nur reines Herzens ist.2Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt hätte beinahe geglitten.3Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.4Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.5Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.6Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.7Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.8Sie vernichten alles und reden übel davon, und reden und lästern hoch her.9Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.10Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser11und sprechen: Was sollte GOtt nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten?12Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glückselig in der Welt und werden reich.13Soll's denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche14und bin geplagt täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?15Ich hätte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hätte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.16Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer17bis daß ich ging in das Heiligtum GOttes und merkte auf ihr Ende.18Aber du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest sie zu Boden.19Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.20Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HErr, ihr Bild in der Stadt verschmähet.21Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,22daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir.23Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,24du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, GOtt, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.27Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren.28Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu GOtt halte und meine Zuversicht setze auf den HErrn HErrn, daß ich verkündige all dein Tun.
Eine Unterweisung Assaphs.
1GOtt, warum verstößest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide?2Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erlöset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest.3Tritt auf sie mit Füßen und stoße sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum.4Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen drein.5Man siehet die Äxte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet,6und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten.7Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden.8Sie sprechen in ihrem Herzen: Laßt uns sie plündern! Sie verbrennen alle Häuser GOttes im Lande.9Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr.10Ach, GOtt, wie lange soll der Widerwärtige schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern?11Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schoß so gar?12Aber GOtt ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht.13Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser.14Du zerschlägst die Köpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde.15Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme.16Tag und Nacht ist dein; du machest, daß beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben.17Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du.18So gedenke doch des, daß der Feind den HErrn schmähet, und ein töricht Volk lästert deinen Namen.19Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen.20Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret, und die Häuser sind zerrissen.21Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen.22Mache dich auf, GOtt, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfähret.23Vergiß nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je größer.
Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkäme, vorzusingen.
1Wir danken dir, GOtt, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist.2Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten.3Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Säulen fest. Sela.4Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt!5Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,6es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wüste.7Denn GOtt ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhöhet.8Denn der HErr hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen.9Ich aber will verkündigen ewiglich und lobsingen dem GOtt Jakobs.10Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhöhet werde.
Ein Psalmlied Assaphs, auf Saitenspiel vorzusingen.
1GOtt ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich.2Zu Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung zu Zion.3Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streit. Sela.4Du bist herrlicher und mächtiger denn die Raubeberge.5Die Stolzen müssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hände lassen sinken.6Von deinem Schelten, GOtt Jakobs, sinkt in Schlaf beide Roß und Wagen.7Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du zürnest?8Wenn du das Urteil lässest hören vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still,9wenn GOtt sich aufmacht, zu richten, daß er helfe allen Elenden auf Erden. Sela.10Wenn Menschen wider dich wüten, so legest du Ehre ein; und wenn sie noch mehr wüten, bist du auch noch gerüstet.11Gelobet und haltet dem HErrn eurem GOtt, alle, die ihr um ihn her seid; bringet Geschenke dem Schrecklichen,12der den Fürsten den Mut nimmt und schrecklich ist unter den Königen auf Erden.
Ein Psalm Assaphs für Jeduthun, vorzusingen.
1Ich schreie mit meiner Stimme zu GOtt; zu GOtt schreie ich, und er erhöret mich.2In der Zeit meiner Not suche ich den HErrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.3Wenn ich betrübt bin, so denke ich an GOtt; wenn mein Herz in Ängsten ist; so rede ich. Sela.4Meine Augen hältst du, daß sie wachen; ich bin so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann.5Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.6Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muß forschen.7Wird denn der HErr ewiglich verstoßen und keine Gnade mehr erzeigen?8Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Güte? und hat die Verheißung ein Ende?9Hat denn GOtt vergessen, gnädig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela.10Aber doch sprach ich: Ich muß das leiden; die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern.11Darum gedenk ich an die Taten des HErrn; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder12und rede von allen deinen Werken und sage von deinem Tun.13GOtt dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mächtiger GOtt, als du, GOtt, bist?14Du bist der GOtt, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter den Völkern.15Du hast dein Volk erlöset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. Sela.16Die Wasser sahen dich, GOtt; die Wasser sahen dich und ängsteten sich, und die Tiefen tobeten.17Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die Strahlen führen daher.18Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebete davon.19Dein Weg war im Meer und dein Pfad in großen Wassern, und man spürete doch deinen Fuß nicht.20Du führetest dein Volk wie eine Herde Schafe durch Mose und Aaron.
Eine Unterweisung Assaphs.
1Höre, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!2Ich will meinen Mund auftun zu Sprüchen und alte Geschichte aussprechen,3die wir gehöret haben und wissen und unsere Väter uns erzählet haben,4daß wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verkündigen den Ruhm des HErrn und seine Macht und Wunder, die er getan hat.5Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern Vätern gebot, zu lehren ihre Kinder,6auf daß die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufkämen, daß sie es auch ihren Kindern verkündigten,7daß sie setzten auf GOtt ihre Hoffnung und nicht vergäßen der Taten GOttes und seine Gebote hielten,8und nicht würden wie ihre Väter, eine abtrünnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht fest war, und ihr Geist nicht treulich hielt an GOtt;9wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen führeten, abfielen zur Zeit des Streits.10Sie hielten den Bund GOttes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln,11und vergaßen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget hatte.12Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Felde Zoan.13Er zerteilete das Meer und ließ sie durchhin gehen; und stellete das Wasser wie eine Mauer.14Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer.15Er riß die Felsen in der Wüste und tränkete sie mit Wasser die Fülle;16und ließ Bäche aus dem Felsen fließen, daß sie hinabflossen wie Wasserströme.17Noch sündigten sie weiter wider ihn und erzürneten den höchsten in der Wüste;18und versuchten GOtt in ihrem Herzen, daß sie Speise forderten für ihre Seelen;19und redeten wider GOtt und sprachen: Ja, GOtt sollte wohl können einen Tisch bereiten in der Wüste!20Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bäche sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?21Da nun das der HErr hörete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob und Zorn kam über Israel,22daß sie nicht glaubeten an GOtt und hoffeten nicht auf seine Hilfe.23Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels;24und ließ das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot.25Sie aßen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die Fülle.26Er ließ weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind.27Und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer;28und ließ sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohneten.29Da aßen sie und wurden allzu satt; er ließ sie ihre Lust büßen.30Da sie nun ihre Lust gebüßet hatten und sie noch davon aßen,31da kam der Zorn GOttes über sie und erwürgete die Vornehmsten unter ihnen und schlug danieder die Besten in Israel.32Aber über das alles sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.33Darum ließ er sie dahinsterben, daß sie nichts erlangeten, und mußten ihr Leben lang geplaget sein.34Wenn er sie erwürgete, suchten sie ihn und kehreten sich frühe zu GOtt35und gedachten, daß GOtt ihr Hort ist und GOtt der Höchste ihr Erlöser ist,36und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge.37Aber ihr Herz war nicht fest an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bunde.38Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen.39Denn er gedachte, daß sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfähret und nicht wiederkommt.40Sie erzürneten ihn gar oft in der Wüste und entrüsteten ihn in der Einöde.41Sie versuchten GOtt immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.42Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlösete von den Feinden,43wie er denn seine Zeichen in Ägypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan,44da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bäche nicht trinken konnten;45da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fraßen, und Kröten, die sie verderbeten,46und gab ihr Gewächs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;47da er ihre Weinstöcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen;48da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen;49da er böse Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und ließ sie toben und wüten und Leid tun;50da er seinen Zorn ließ fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht verschonete und ließ ihr Vieh an der Pestilenz sterben;51da er alle Erstgeburt in Ägypten schlug, die ersten Erben in den Hütten Hams.52Und ließ sein Volk ausziehen wie Schafe und führete sie wie eine Herde in der Wüste.53Und er leitete sie sicher, daß sie sich nicht fürchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.54Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat.55Und vor ihnen her die Völker und ließ ihnen das Erbe austeilen und ließ in jener Hütten die Stämme Israels wohnen.56Aber sie versuchten und erzürneten GOtt, den Höchsten, und hielten seine Zeugnisse nicht;57und fielen zurück und verachteten alles, wie ihre Väter, und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen;58und erzürneten ihn mit ihren Höhen und reizeten ihn mit ihren Götzen.59Und da das GOtt hörete, entbrannte er und verwarf Israel sehr,60daß er Seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hütte, da er unter Menschen wohnete;61und gab ihre Macht ins Gefängnis und ihre Herrlichkeit in die Hand des Feindes;62und übergab sein Volk ins Schwert und entbrannte über sein Erbe.63Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreiet bleiben.64Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.65Und der HErr erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt,66und schlug seine Feinde von hinten und hängete ihnen eine ewige Schande an.67Und verwarf die Hütte Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephraim,68sondern erwählete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.69Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soll.70Und erwählete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafställen;71von den säugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel.72Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Fleiß.
Ein Psalm Assaphs.
1HErr, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.2Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.3Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub.4Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.5HErr, wie lange willst du so gar zürnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?6Schütte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.7Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Häuser verwüstet.8Gedenke nicht unserer vorigen Missetat; erbarm dich unser bald, denn wir sind fast dünne worden.9Hilf du uns, GOtt, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsere Sünde um deines Namens willen!10Warum lässest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr GOtt? Laß unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, das vergossen ist.11Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem großen Arm behalte die Kinder des Todes.12Und vergilt unsern Nachbarn siebenfältig in ihren Busen ihre Schmach, damit sie dich, HErr, geschmähet haben.13Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkündigen deinen Ruhm für und für.
Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen.
1Du Hirte Israels, höre, der du Joseph hütest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest über Cherubim!2Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!3GOtt, tröste uns und laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir.4HErr, GOtt Zebaoth, wie lange willst du zürnen über dem Gebet deines Volks?5Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit großem Maß voll Tränen.6Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser.7GOtt Zebaoth, tröste uns! Laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir.8Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet.9Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllet hat.10Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern GOttes.11Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser.12Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreißet alles, das vorübergehet?13Es haben ihn zerwühlet die wilden Säue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet.14GOtt Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock15und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwählet hast.16Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reißens ein Ende werde!17Deine Hand schütze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast,18so wollen wir nicht von dir weichen. Laß uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.19HErr, GOtt Zebaoth, tröste uns! Laß dein Antlitz leuchten, so genesen wir.
Auf der Githith vorzusingen: Assaph.
1Singet fröhlich GOtt, der unsere Stärke ist; jauchzet dem GOtt Jakobs!2Nehmet die Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter.3Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm Fest der Laubrüste.4Denn solches ist eine Weise in Israel und ein Recht des GOttes Jakobs.5Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus Ägyptenland zogen, und fremde Sprache gehöret hatten,6da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre Hände der Töpfe los wurden.7Da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; und erhörete dich, da dich das Wetter überfiel, und versuchte dich am Haderwasser. Sela.8Höre, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich hören,9daß unter dir kein anderer GOtt sei, und du keinen fremden GOtt anbetest.10Ich bin der HErr, dein GOtt, der dich aus Ägyptenland geführet hat. Tue deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen!11Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mein nicht.12So hab ich sie gelassen in ihres Herzens Dünkel, daß sie wandeln nach ihrem Rat.13Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,14so wollte ich ihre Feinde bald dämpfen und meine Hand über ihre Widerwärtigen wenden;15und die den HErrn hassen, müßten an ihm fehlen; ihre Zeit aber würde ewiglich währen.16Und ich würde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
Ein Psalm Assaphs.
1GOtt stehet in der Gemeine GOttes und ist Richter unter den Göttern.2Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela.3Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht!4den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt!5Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes fallen.6Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten;7aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.8GOtt, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr über alle Heiden.
Ein Psalmlied Assaphs.
1GOtt, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; GOtt, halte doch nicht so inne!2Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.3Sie machen listige Anschläge wider dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.4Wohl her! sprechen sie, laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!5Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich gemacht:6die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,7der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister, samt denen zu Tyrus;8Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. Sela.9Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison,10die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden.11Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,12die da sagen: Wir wollen die Häuser GOttes einnehmen.13GOtt, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde!14Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge anzündet,15also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.16Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach deinem Namen fragen müssen.17Schämen müssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und zuschanden werden und umkommen.18So werden sie erkennen, daß du mit deinem Namen heißest HErr alleine und der Höchste in aller Welt.
Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen.
1Wie lieblich sind deine Wohnungen, HErr Zebaoth!2Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des HErrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen GOtt.3Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, nämlich deine Altäre, HErr Zebaoth, mein König und mein GOtt!4Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.5Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nach wandeln,6die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt.7Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte GOtt sei zu Zion.8HErr, GOtt Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, GOtt Jakobs! Sela.9GOtt, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten!10Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tür hüten in meines GOttes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten.11Denn GOtt der HErr ist Sonne und Schild, der HErr gibt Gnade und Ehre; er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.12HErr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt!
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
1HErr, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erlöset;2der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedecket, Sela;3der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns;4tröste uns, GOtt, unser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns!5Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn gehen lassen immer für und für?6Willst du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dir freuen möge?7HErr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!8Ach, daß ich hören sollte, das GOtt der HErr redet, daß er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten!9Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne;10daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen;11daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;12daß uns auch der HErr Gutes tue, damit unser Land sein Gewächs gebe;13daß Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe und im Schwange gehe.
Ein Gebet Davids.
1HErr, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm.2Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein GOtt, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich!3HErr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir.4Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HErr, verlanget mich.5Denn du, HErr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.6Vernimm, HErr, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens.7In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören.8HErr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern und ist niemand, der tun kann wie du.9Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HErr, und deinen Namen ehren,10daß du so groß bist und Wunder tust und alleine GOtt bist.11Weise mir, HErr, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte!12Ich danke dir, HErr, mein GOtt, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich.13Denn deine Güte ist groß über mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle.14GOtt, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nicht vor Augen.15Du aber, HErr GOtt, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue.16Wende dich zu mir, sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Macht und hilf dem Sohn deiner Magd!17Tu ein Zeichen an mir, daß mir's wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen müssen, daß du mir beistehest, HErr, und tröstest mich.
Ein Psalmlied der Kinder Korah.
1Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen.2Der HErr liebet die Tore Zions über alle Wohnungen Jakobs.3Herrliche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt GOttes. Sela.4Ich will predigen lassen Rahab und Babel, daß sie mich kennen sollen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren.5Man wird zu Zion sagen, daß allerlei Leute drinnen geboren werden, und daß er, der Höchste, sie baue.6Der HErr wird predigen lassen in allerlei Sprachen, daß deren etliche auch daselbst geboren werden. Sela.7Und die Sänger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins ums andere.
Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.
1HErr GOtt, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.2Laß mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei!3Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der Hölle.4Ich bin geachtet gleich denen, die zur Hölle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat.5Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert sind.6Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.7Dein Grimm drücket mich, und drängest mich mit allen deinen Fluten. Sela.8Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht auskommen.9Meine Gestalt ist jämmerlich vor Elend. HErr, ich rufe dich an täglich; ich breite meine Hände aus zu dir.10Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? Sela.11Wird man in Gräbern erzählen deine Güte und deine Treue im Verderben?12Mögen denn deine Wunder in Finsternis erkannt werden, oder deine Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket?13Aber ich schreie zu dir, HErr, und mein Gebet kommt frühe vor dich,14Warum verstößest du, HErr, meine Seele und verbirgest dein Antlitz vor mir?15Ich bin elend und ohnmächtig, daß ich so verstoßen bin, und leide dein Schrecken, daß ich schier verzage.16Dein Grimm gehet über mich, dein Schrecken drücket mich.17Sie umgeben mich täglich wie Wasser und umringen mich miteinander.18Du machest, daß meine Freunde und Nächsten und meine Verwandten sich ferne von mir tun um solches Elendes willen.
Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.
1Ich will singen von der Gnade des HErrn ewiglich und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für,2und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.3Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen:4Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen für und für. Sela.5Und die Himmel werden, HErr, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen.6Denn wer mag in den Wolken dem HErrn gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der Götter dem HErrn?7GOtt ist fast mächtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich über alle, die um ihn sind.8HErr, GOtt, Zebaoth, wer ist wie du, ein mächtiger GOtt? Und deine Wahrheit ist um dich her.9Du herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.10Du schlägst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm.11Himmel und Erde ist dein; du hast gegründet den Erdboden, und was drinnen ist.12Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.13Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte.14Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte.15Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HErr, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln.16Sie werden über deinem Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.17Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhöhen.18Denn der HErr ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser König.19Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soll; ich habe erhöhet einen Auserwählten aus dem Volk;20ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Öle.21Meine Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn stärken.22Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen,23sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen.24Aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhaben werden.25Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser.26Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein GOtt und Hort, der mir hilft.27Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden.28Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.29Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel währet, erhalten.30Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,31so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,32will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen.33Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen.34Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.35Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lügen.36Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;37wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewiß sein. Sela.38Aber nun verstößest du und verwirfest und zürnest mit deinem Gesalbten.39Du verstörest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden.40Du zerreißest alle seine Mauern und lässest seine Festen zerbrechen.41Es rauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden.42Du erhöhest die Rechte seiner Widerwärtigen und erfreuest alle seine Feinde.43Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lässest ihn nicht siegen im Streit.44Du zerstörest seine Reinigkeit und wirfest seinen Stuhl zu Boden.45Du verkürzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela.46HErr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?47Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?48Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der Hölle Hand? Sela.49HErr, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?50Gedenke, HErr, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Völkern allen,51damit dich, HErr, deine Feinde schmähen, damit sie schmähen die Fußtapfen deines Gesalbten.52Gelobet sei der HErr ewiglich! Amen, Amen.
Ein Gebet Moses, des Mannes GOttes.
1HErr GOtt, du bist unsere Zuflucht für und für.2Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, GOtt, von Ewigkeit zu Ewigkeit,3der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!4Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.5Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,6das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorret.7Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen.8Denn unsere Missetat stellest du vor dich, unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte.9Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz.10Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.11Wer glaubt es aber, daß du so sehr zürnest? und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm?12Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.13HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!14Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.15Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden.16Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern!17Und der HErr, unser GOtt, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände bei uns; ja das Werk unserer Hände wolle er fördern!
1Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,2der spricht zu dem HErrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein GOtt, auf den ich hoffe!3Denn er errettet mich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz.4Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,5daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,6vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet.7Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.8Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird.9Denn der HErr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.10Es wird dir kein Übels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.11Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,12daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößest.13Auf den Löwen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Löwen und Drachen.14Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen;15er rufet mich an, so will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen.16Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.
Ein Psalmlied auf den Sabbattag.
1Das ist ein köstlich Ding, dem HErrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster,2des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen,3auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe.4Denn, HErr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Geschäfte deiner Hände.5HErr, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind so sehr tief.6Ein Törichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht.7Die Gottlosen grünen wie das Gras, und die Übeltäter blühen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich.8Aber du, HErr, bist der Höchste und bleibest ewiglich.9Denn siehe, deine Feinde, HErr, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle Übeltäter müssen zerstreuet werden.10Aber mein Horn wird erhöhet werden wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem Öle.11Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohr wird seine Lust hören an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen.12Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf Libanon.13Die gepflanzt sind in dem Hause des HErrn, werden in den Vorhöfen unsers GOttes grünen.14Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein,15daß sie verkündigen, daß der HErr so fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ihm.
1Der HErr ist König und herrlich geschmückt; der HErr ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll.2Von dem an stehet dein Stuhl fest; du bist ewig.3HErr, die Wasserströme erheben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen.4Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen greulich; der HErr aber ist noch größer in der Höhe.5Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.
1HErr GOtt, des die Rache ist, GOtt, des die Rache ist, erscheine!2Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen!3HErr, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen4und so trotziglich reden, und alle Übeltäter sich so rühmen?5HErr, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.6Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und töten die Waisen7und sagen: Der HErr siehet's nicht und der GOtt Jakobs achtet's nicht.8Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?9Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?10Der die Heiden züchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen lehret, was sie wissen.11Aber der HErr weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel sind.12Wohl dem, den du, HErr, züchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz,13daß er Geduld habe, wenn's übel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde.14Denn der HErr wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen.15Denn Recht muß doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen.16Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die Übeltäter?17Wo der HErr mir nicht hülfe, so läge meine Seele schier in der Stille.18Ich sprach: Mein Fuß hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HErr, hielt mich.19Ich hatte viel Bekümmernisse in meinem Herzen; aber deine Tröstungen ergötzeten meine Seele.20Du wirst ja nimmer eins mit dem schädlichen Stuhl, der das Gesetz übel deutet.21Sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut.22Aber der HErr ist mein Schutz; mein GOtt ist der Hort meiner Zuversicht.23Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HErr, unser GOtt, wird sie vertilgen.
1Kommt herzu, laßt uns dem HErrn frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils!2Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!3Denn der HErr ist ein großer GOtt und ein großer König über alle Götter.4Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Höhen der Berge sind auch sein.5Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hände haben das Trockne bereitet.6Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat!7Denn er ist unser GOtt, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme höret,8so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wüste,9da mich eure Väter versuchten, fühleten und sahen mein Werk,10daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen;11daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!
1Singet dem HErrn ein neues Lied; singet dem HErrn, alle Welt!2Singet dem HErrn und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil!3Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder!4Denn der HErr ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich über alle Götter.5Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HErr hat den Himmel gemacht.6Es stehet herrlich und prächtig vor ihm und gehet gewaltiglich und löblich zu in seinem Heiligtum.7Ihr Völker, bringet her dem HErrn, bringet her dem HErrn Ehre und Macht!8Bringet her dem HErrn die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!9Betet an den HErrn in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!10Sagt unter den Heiden, daß der HErr König sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll, und richtet die Völker recht11Himmel freue sich, und Erde sei fröhlich; das Meer brause, und was drinnen ist;12das Feld sei fröhlich und alles, was drauf ist; und lasset rühmen alle Bäume im Walde13vor dem HErrn; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.
1Der HErr ist König; des freue sich das Erdreich, und seien fröhlich die Inseln, soviel ihrer ist.2Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung:3Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde.4Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt.5Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HErrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens.6Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Ehre.7Schämen müssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Götzen rühmen. Betet ihn an, alle Götter!8Zion höret es und ist froh; und die Töchter Judas sind fröhlich, HErr über deinem Regiment.9Denn du, HErr, bist der Höchste in allen Landen; du bist sehr erhöhet über alle Götter.10Die ihr den HErrn liebet, hasset das Arge! Der HErr bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten.11Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen.12Ihr Gerechten, freuet euch des HErrn; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!
Ein Psalm.
1Singet dem HErrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.2Der HErr läßt sein Heil verkündigen, vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren.3Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers GOttes.4Jauchzet dem HErrn, alle Welt; singet, rühmet und lobet!5Lobet den HErrn mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen;6mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem HErrn, dem Könige!7Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen.8Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich9vor dem HErrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.
1Der HErr ist König, darum toben die Völker; er sitzet auf Cherubim, darum reget sich die Welt.2Der HErr ist groß zu Zion und hoch über alle Völker.3Man danke deinem großen und wunderbarlichen Namen, der da heilig ist.4Im Reich dieses Königs hat man das Recht lieb. Du gibst Frömmigkeit; du schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob.5Erhebet den HErrn, unsern GOtt, betet an zu seinem Fußschemel; denn er ist heilig.6Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; sie riefen an den HErrn, und er erhörete sie.7Er redete mit ihnen durch eine Wolkensäule. Sie hielten seine Zeugnisse und Gebote, die er ihnen gab.8HErr, du bist unser GOtt, du erhöretest sie; du, GOtt, vergabest ihnen und straftest ihr Tun:9Erhöhet den HErrn, unsern GOtt, und betet an zu seinem heiligen Berge; denn der HErr, unser GOtt, ist heilig:
Ein Dankpsalm.
1Jauchzet dem HErrn, alle Welt!2Dienet dem HErrn mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!3Erkennet, daß der HErr GOtt ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.4Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!5Denn der HErr ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Ein Psalm Davids.
1Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HErr, lobsagen.2Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause.3Ich nehme mir keine böse Sache vor. Ich hasse den Übertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.4Ein verkehret Herz muß von mir weichen; den Bösen leide ich nicht.5Der seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebärden und hohen Mut hat.6Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen, und habe gerne fromme Diener.7Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lügner gedeihen nicht bei mir.8Frühe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Übeltäter ausrotte aus der Stadt des HErrn.
Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HErrn ausschüttet.
1HErr, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!2Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!3Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.4Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.5Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.6Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten.7Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.8Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bei mir.9Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen10vor deinem Dräuen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast.11Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.12Du aber, HErr, bleibest ewiglich und dein Gedächtnis für und für.13Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen.14Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden;15daß die Heiden den Namen des HErrn fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;16daß der HErr Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.17Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmähet ihr Gebet nicht.18Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HErrn loben.19Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HErr siehet vom Himmel auf Erden,20daß er das Seufzen des Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,21auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HErrn und sein Lob zu Jerusalem,22wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HErrn zu dienen.23Er demütiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage.24Ich sage: Mein GOtt, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.25Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.26Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.27Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.28Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.
Ein Psalm Davids.
1Lobe den HErrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!2Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat,3der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,4der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,5der deinen Mund fröhlich machet, und du wieder jung wirst wie ein Adler.6Der HErr schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden.7Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.8Barmherzig und gnädig ist der HErr, geduldig und von großer Güte.9Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn halten.10Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.11Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten.12So ferne der Morgen ist vom Abend, lässet er unsere Übertretung von uns sein.13Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der HErr über die, so ihn fürchten.14Denn er kennet, was für ein Gemächte wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub sind.15Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras; er blühet wie eine Blume auf dem Felde.16Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.17Die Gnade aber des HErrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind18bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie danach tun.19Der HErr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über alles.20Lobet den HErrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Worts.21Lobet den HErrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!22Lobet den HErrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HErrn, meine Seele!
1Lobe den HErrn, meine Seele! HErr, mein GOtt, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.2Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;3du wölbest es oben mit Wasser; du fährest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes4der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen;5der du das Erdreich gründest auf seinen Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.6Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen über den Bergen.7Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin.8Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.9Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken.10Du lässest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,11daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.12An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.13Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Früchte, die du schaffest.14Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,15und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schön werde von Öl, und das Brot des Menschen Herz stärke;16daß die Bäume des HErrn voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat.17Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.18Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklüfte der Kaninchen.19Du machest den Mond, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.20Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,21die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von GOtt.22Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Löcher.23So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.24HErr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Güter.25Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide große und kleine Tiere.26Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen.27Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.28Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättiget.29Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.30Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde.31Die Ehre des HErrn ist ewig; der HErr hat Wohlgefallen an seinen Werken.32Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie.33Ich will dem HErrn singen mein Leben lang und meinen GOtt loben, solange ich bin.34Meine Rede müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HErrn.35Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HErrn, meine Seele! Halleluja!
1Danket dem HErrn und prediget seinen Namen; verkündiget sein Tun unter den Völkern;2singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern;3rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HErrn suchen!4Fraget nach dem HErrn und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege!5Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts,6ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten!7Er ist der HErr, unser GOtt; er richtet in aller Welt.8Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das er verheißen hat auf viel tausend für und für9den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak,10und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde11und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,12da sie wenig und geringe waren und Fremdlinge drinnen.13Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreiche zum andern Volk.14Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen.15Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!16Und er ließ eine Teurung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.17Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft.18Sie zwangen seine Füße im Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen,19bis daß sein Wort kam und die Rede des Herrn ihn durchläuterte.20Da sandte der König hin und ließ ihn losgeben, der Herr über Völker hieß ihn auslassen.21Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter,22daß er seine Fürsten unterweisete nach seiner Weise und seine Ältesten Weisheit lehrete.23Und Israel zog nach Ägypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.24Und er ließ sein Volk sehr wachsen und machte sie mächtiger denn ihre Feinde.25Er verkehrete jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu dämpfen.26Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwählet.27Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.28Er ließ Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten.29Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische.30Ihr Land wimmelte Kröten heraus in den Kammern ihrer Könige.31Er sprach, da kam Ungeziefer, Läuse, in allen ihren Grenzen.32Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande;33und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihren Grenzen.34Er sprach, da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl.35Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Früchte auf ihrem Felde.36Und schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle ihre ersten Erben.37Und führete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen.38Ägypten ward froh, daß sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen.39Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten.40Sie baten, da ließ er Wachteln kommen; und er sättigte sie mit Himmelbrot.41Er öffnete den Felsen, da flossen Wasser aus, daß Bäche liefen in der dürren Wüste.42Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet.43Also führete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwählten mit Wonne44und gab ihnen die Länder der Heiden, daß sie die Güter der Völker einnahmen45auf daß sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!
1Halleluja! Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.2Wer kann die großen Taten des HErrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen?3Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!4HErr, gedenke mein nach der Gnade, die du deinem Volk verheißen hast; beweise uns deine Hilfe,5daß wir sehen mögen die Wohlfahrt deiner Auserwählten und uns freuen, daß es deinem Volk wohlgehet, und uns rühmen mit deinem Erbteil.6Wir haben gesündiget samt unsern Vätern; wir haben mißgehandelt und sind gottlos gewesen.7Unsere Väter in Ägypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, nämlich am Schilfmeer.8Er half ihnen aber um seines Namens willen, daß er seine Macht beweisete.9Und er schalt das Schilfmeer, da ward's trocken; und führete sie durch die Tiefe wie in einer Wüste;10und half ihnen von der Hand des, der, sie hassete, und erlösete sie von der Hand des Feindes11Und die Wasser ersäuften ihre Widersacher, daß nicht einer überblieb.12Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob.13Aber sie vergaßen bald seiner Werke; sie warteten nicht seines Rats.14Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten GOtt in der Einöde.15Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte.16Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HErrn.17Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams.18Und Feuer ward unter ihrer Rotte angezündet; die Flamme verbrannte die Gottlosen.19Sie machten ein Kalb in Horeb und beteten an das gegossene Bild;20und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras isset.21Sie vergaßen GOttes, ihres Heilandes, der so große Dinge in Ägypten getan hatte,22Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer.23Und er sprach, er wollte sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserwählter, den Riß aufgehalten hätte, seinen Grimm abzuwenden, auf daß er sie nicht gar verderbete.24Und sie verachteten das liebe Land; sie glaubten seinem Wort nicht25und murreten in ihren Hütten; sie gehorchten der Stimme des HErrn nicht.26Und er hub auf seine Hand wider sie, daß er sie niederschlüge in der Wüste27und würfe ihren Samen unter die Heiden und streuete sie in die Länder.28Und sie hingen sich an den Baal Peor und aßen von den Opfern der toten Götzen29und erzürneten ihn mit ihrem Tun; da riß auch die Plage unter sie.30Da trat zu Pinehas und schlichtete die Sache; da ward der Plage gesteuert,31und ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit für und für ewiglich.32Und sie erzürneten ihn am Haderwasser; und sie zerplagten den Mose übel.33Denn sie betrübten ihm sein Herz, daß ihm etliche Worte entfuhren.34Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie sie doch der HErr geheißen hatte,35sondern sie mengeten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke36und dieneten ihren Götzen, die gerieten ihnen zum Ärgernis.37Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Teufeln38und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie opferten den Götzen Kanaans, daß das Land mit Blutschulden befleckt ward;39und verunreinigten sich mit ihren Werken und hureten mit ihrem Tun.40Da ergrimmete der Zorn des HErrn über sein Volk und gewann einen Greuel an seinem Erbe41und gab sie in die Hand der Heiden, daß über sie herrscheten, die ihnen gram waren.42Und ihre Feinde ängsteten sie; und wurden gedemütiget unter ihre Hände.43Er errettete sie oftmals; aber sie erzürneten ihn mit ihrem Vornehmen und wurden wenig um ihrer Missetat willen.44Und er sah ihre Not an, da er ihre Klage hörete,45und gedachte an seinen Bund, mit ihnen gemacht. Und reuete ihn nach seiner großen Güte46und ließ sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen hatten.47Hilf uns, HErr, unser GOtt, und bringe uns zusammen aus den Heiden, daß wir danken deinem heiligen Namen und rühmen dein Lob!48Gelobet sei der HErr, der GOtt Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen, Halleluja!
1Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.2Saget, die ihr erlöset seid durch den HErrn, die er aus der Not erlöset hat3und die er aus den Ländern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer;4die irregingen in der Wüste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten,5hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet;6und sie zum HErrn riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren Ängsten7und führete sie einen richtigen Weg, daß sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten:8die sollen dem HErrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,9daß er sättiget die durstige Seele und füllet die hungrige Seele mit Gutem.10Die da sitzen mußten in Finsternis und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen,11darum daß sie GOttes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Höchsten geschändet hatten;12darum mußte ihr Herz mit Unglück geplagt werden, daß sie dalagen, und ihnen niemand half;13und sie zum HErrn riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Ängsten14und sie aus der Finsternis und Dunkel führete und ihre Bande zerriß:15die sollen dem HErrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,16daß er zerbricht eherne Türen und zerschlägt eiserne Riegel.17Die Narren, so geplaget waren um ihrer Übertretung willen und um ihrer Sünde willen,18daß ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank;19und sie zum HErrn riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Ängsten;20er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, daß sie nicht starben:21die sollen dem HErrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,22und Dank opfern und erzählen seine Werke mit Freuden.23Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in großen Wassern;24die des HErrn Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer,25wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub,26und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte,27daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wußten keinen Rat mehr;28und sie zum HErrn schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren Ängsten führete29und stillete das Ungewitter, daß die Wellen sich legten,30und sie froh wurden, daß es stille worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch:31die sollen dem HErrn danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,32und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten rühmen.33Die, welchen ihre Bäche vertrocknet und die Wasserquellen versieget waren,34daß ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die drinnen wohneten;35und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im dürren Lande Wasserquellen;36und die Hungrigen dahin gesetzt hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen könnten,37und Acker besäen und Weinberge pflanzen möchten und die jährlichen Früchte kriegten;38und er sie segnete, daß sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes gab;39die, welch niedergedrückt und geschwächt waren von dem Bösen, der sie gezwungen und gedrungen hatte,40da Verachtung auf die Fürsten geschüttet war, daß alles irrig und wüste stund;41und er den Armen schützte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde mehrete.42Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden.43Wer ist weise und behält dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat der HErr erzeiget.
Ein Psalmlied Davids.
1GOtt, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch.2Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf sein.3Ich will dir danken, HErr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.4Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.5Erhebe dich, GOtt, über den Himmel und deine Ehre über alle Lande,6auf daß deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten und erhöre mich!7GOtt redet in seinem Heiligtum; des bin ich froh und will Sichem teilen und das Tal Suchoth abmessen.8Gilead ist mein, Manasse ist auch mein und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst,9Moab ist mein Waschtöpfen; ich will meinen Schuh über Edom strecken; über die Philister will ich jauchzen.10Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten nach Edom?11Wirst du es nicht tun, GOtt, der du uns verstößest und zeuchst nicht aus, GOtt, mit unserm Heer?12Schaffe uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe ist kein nütze.13Mit GOtt wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1GOtt, mein Ruhm, schweige nicht!2Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgetan und reden wider mich mit falscher Zunge.3Und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Ursache.4Dafür, daß ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.5Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.6Setze Gottlose über ihn; und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten!7Wer sich denselben lehren läßt, des Leben müsse gottlos sein, und sein Gebet müsse Sünde sein.8Seiner Tage müssen wenig werden, und sein Amt müsse ein anderer empfangen.9Seine Kinder müssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.10Seine Kinder müssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die verdorben sind.11Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde müssen seine Güter rauben.12Und niemand müsse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen.13Seine Nachkommen müssen ausgerottet werden; ihr Name müsse im andern Glied vertilget werden.14Seiner Väter Missetat müsse gedacht werden vor dem HErrn, und seiner Mutter Sünde müsse nicht ausgetilget werden.15Der HErr müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedächtnis müsse ausgerottet werden auf Erden,16darum daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und den Betrübten, daß er ihn tötete.17Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte des Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.18Und zog an den Fluch wie sein Hemd; und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine.19So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, da er sich allewege mit gürte.20So geschehe denen vorn HErrn, die mir wider sind, und reden Böses wider meine Seele.21Aber du, HErr HErr, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine Gnade ist mein Trost; errette mich!22Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist erschlagen in mir.23Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjaget wie die Heuschrecken.24Meine Kniee sind schwach von Fasten; und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.25Und ich muß ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf.26Stehe mir bei, HErr, mein GOtt; hilf mir nach deiner Gnade,27daß sie inne werden, daß dies sei deine Hand, daß du, HErr, solches tust.28Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so müssen sie zuschanden werden; aber dein Knecht müsse sich freuen.29Meine Widersacher müssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.30Ich will dem HErrn sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen unter vielen;31denn er stehet dem Armen zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.
Ein Psalm Davids.
1Der HErr sprach zu meinem HErrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.2Der HErr wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unter deinen Feinden!3Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.4Der HErr hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs.5Der HErr zu deiner Rechten wird zerschmeißen die Könige zur Zeit seines Zorns.6Er wird richten unter den Heiden; er wird große Schlacht tun; er wird zerschmeißen das Haupt über große Lande.7Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.
1Halleluja! Segen. Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine.2Groß sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran.3Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich.4Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HErr.5Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund.6Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden.7Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen.8Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich.9Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.10Die Furcht des HErrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit; wer danach tut, des Lob bleibet ewiglich.
1Halleluja! Wohl dem, der den HErrn fürchtet, der große Lust hat zu seinen Geboten!2Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein.3Reichtum und die Fülle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich.4Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten.5Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, daß er niemand unrecht tue!6Denn er wird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen.7Wenn eine Plage kommen will, so fürchtet er sich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den HErrn.8Sein Herz ist getrost und fürchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet.9Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich; sein Horn wird erhöhet mit Ehren.10Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdrießen; seine Zähne wird er zusammenbeißen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.
1Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HErrn, lobet den Namen des HErrn!2Gelobet sei des HErrn Name von nun an bis in Ewigkeit!3Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HErrn!4Der HErr ist hoch über alle Heiden; seine Ehre gehet, soweit der Himmel ist.5Wer ist, wie der HErr, unser GOtt? Der sich so hoch gesetzt hat6und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden;7der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöhet den Armen aus dem Kot,8daß er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volks;9der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, daß sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!
1Da Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,2da ward Juda sein Heiligtum, Israel seine Herrschaft.3Das Meer sah und floh; der Jordan wandte sich zurück;4die Berge hüpfeten wie die Lämmer, die Hügel wie die jungen Schafe.5Was war dir, du Meer, daß du flohest, und du Jordan, daß du dich zurückwandtest;6ihr Berge, daß ihr hüpfetet wie die Lämmer, ihr Hügel, wie die jungen Schafe?7Vor dem HErrn bebete die Erde, vor dem GOtt Jakobs,8der den Fels wandelte in Wassersee und die Steine in Wasserbrunnen.
1Nicht uns, HErr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deine Gnade und Wahrheit!2Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr GOtt?3Aber unser GOtt ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.4Jener Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.5Sie haben Mäuler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;6sie haben Ohren und hören nicht; sie haben Nasen und riechen nicht;7sie haben Hände und greifen nicht; Füße haben sie und gehen nicht und reden nicht durch ihren Hals.8Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen.9Aber Israel hoffe auf den HErrn; der ist ihre Hilfe und Schild.10Das Haus Aaron hoffe auf den HErrn; der ist ihre Hilfe und Schild.11Die den HErrn fürchten, hoffen auch auf den HErrn; der ist ihre Hilfe und Schild.12Der HErr denket an uns und segnet uns. Er segnet das Haus Israel; er segnet das Haus Aaron;13er segnet, die den HErrn fürchten, beide Kleine und Große.14Der HErr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder!15Ihr seid die Gesegneten des HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.16Der Himmel allenthalben ist des HErrn; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.17Die Toten werden dich, HErr, nicht loben, noch die hinunterfahren in die Stille,18sondern wir loben den HErrn von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!
1Das ist mir lieb, daß der HErr meine Stimme und mein Flehen höret,2daß er sein Ohr zu mir neiget; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.3Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der Hölle hatte mich getroffen; ich kam in Jammer und Not4Aber ich rief an den Namen des HErrn: O HErr, errette meine Seele!5Der HErr ist gnädig und gerecht, und unser GOtt ist barmherzig.6Der HErr behütet die Einfältigen. Wenn ich unterliege, so hilft er mir.7Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HErr tut dir Gutes.8Denn du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.9Ich will wandeln vor dem HErrn im Lande der Lebendigen.10Ich glaube, darum rede ich. Ich werde aber sehr geplagt.11Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lügner.12Wie soll ich dem HErrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?13Ich will den heilsamen Kelch nehmen und des HErrn Namen predigen.14Ich will meine Gelübde dem HErrn bezahlen vor all seinem Volk.15Der Tod seiner Heiligen ist wert gehalten vor dem HErrn.16O HErr, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du hast meine Bande zerrissen.17Dir will ich Dank opfern und des HErrn Namen predigen.18Ich will meine Gelübde dem HErrn bezahlen vor all seinem Volk,19in den Höfen am Hause des HErrn, in dir, Jerusalem. Halleluja!
1Lobet den HErrn, alle Heiden; preiset ihn, alle Völker!2Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Halleluja!
1Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.2Es sage nun Israel: Seine Güte währet3Es sage nun das Haus Aaron: Seine Güte währet ewiglich.4Es sagen nun, die den HErrn fürchten: Seine Güte währet ewiglich.5In der Angst rief ich den HErrn an, und der HErr erhörete mich und tröstete mich.6Der HErr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?7Der HErr ist mit mir, mir zu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden.8Es ist gut auf den HErrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen.9Es ist gut auf den HErrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Fürsten.10Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.11Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.12Sie umgeben mich wie Bienen, sie dämpfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.13Man stößet mich, daß ich fallen soll; aber der HErr hilft mir.14Der HErr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.15Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HErrn behält den Sieg;16die Rechte des HErrn ist erhöhet; die Rechte des HErrn behält den Sieg.17Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HErrn Werk verkündigen.18Der HErr züchtiget mich wohl, aber er gibt mich dem Tode nicht.19Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, daß ich dahin eingehe und dem HErrn danke.20Das ist das Tor des HErrn; die Gerechten werden dahin eingehen.21Ich danke dir, daß du mich demütigest und hilfst mir.22Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden.23Das ist vom HErrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.24Dies ist der Tag, den der HErr macht; laßt uns freuen und fröhlich drinnen sein!25O HErr, hilf, o HErr, laß wohlgelingen!26Gelobet sei, der da kommt im Namen des HErrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HErrn seid.27Der HErr ist GOtt, der uns erleuchtet. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars;28Du bist mein GOtt, und ich danke dir; mein GOtt, ich will dich preisen.29Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
ALEPH.
1Wohl denen, die ohne Wandel leben, die im Gesetz des HErrn wandeln!2Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen!3Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Übels.4Du hast geboten, fleißig zu halten deine Befehle.5O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte!6Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.7Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit.8Deine Rechte will ich halten; verlaß mich nimmermehr!
9Wie wird ein Jüngling seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält nach deinen Worten.10Ich suche dich von ganzem Herzen; laß mich nicht fehlen deiner Gebote!11Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sündige.12Gelobet seiest du, HErr! Lehre mich deine Rechte!13Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Rechte deines Mundes.14Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als über allerlei Reichtum.15Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege.16Ich habe Lust zu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht.
17Tu wohl deinem Knechte, daß ich lebe und dein Wort halte.18Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetze.19Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir!20Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit.21Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen.22Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse.23Es sitzen auch die Fürsten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten.24Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute.
25Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort!26Ich erzähle meine Wege, und du erhörest mich; lehre mich deine Rechte!27Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern.28Ich gräme mich, daß mir das Herz verschmachtet; stärke mich nach deinem Wort!29Wende von mir den falschen Weg und gönne mir dein Gesetz.30Ich habe den Weg der Wahrheit erwählet; deine Rechte hab ich vor mich gestellet.31ich hange an deinen Zeugnissen; HErr, laß mich nicht zuschanden werden!32Wenn du mein Herz tröstest, so laufe ich den Weg deiner Gebote.
33Zeige mir, HErr, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende.34Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen.35Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lust dazu.36Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz.37Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege.38Laß deinen Knecht dein Gebot festiglich für dein Wort halten, daß ich dich fürchte!39Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich.40Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit!
41HErr, laß mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort,42daß ich antworten möge meinem Lästerer; denn ich verlasse mich auf dein Wort.43Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte.44Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich.45Und ich wandle fröhlich; denn ich suche deine Befehle.46Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht;47und habe Lust an deinen Geboten, und sind mir lieb;48und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.
49Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lässest hoffen:50Das ist mein Trost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich.51Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.52HErr, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getröstet.53Ich bin entbrannt über die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen.54Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt.55HErr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.56Das ist mein Schatz, daß ich deine Befehle halte.
57Ich habe gesagt, HErr, das soll mein Erbe sein, daß ich deine Wege halte.58Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gnädig nach deinem Wort!59Ich betrachte meine Wege und kehre meine Füße zu deinen Zeugnissen.60Ich eile und säume mich nicht, zu halten deine Gebote.61Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht.62Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Rechte deiner Gerechtigkeit.63Ich halte mich zu denen, die dich fürchten und deine Befehle halten.64HErr, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte!
65Du tust Gutes deinem Knechte, HErr, nach deinem Wort.66Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.67Ehe ich gedemütiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort.68Du bist gütig und freundlich; lehre mich deine Rechte!69Die Stolzen erdichten Lügen über mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle.70Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz.71Es ist mir lieb, daß du mich gedemütiget hast, daß ich deine Rechte lerne.72Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stück Gold und Silber.
73Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebote lerne.74Die dich fürchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.75HErr, ich weiß, daß deine Gerichte recht sind und hast mich treulich gedemütiget.76Deine Gnade müsse mein Trost sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast.77Laß mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lust zu deinem Gesetz.78Ach, daß die Stolzen müßten zuschanden werden, die mich mit Lügen niederdrücken! Ich aber rede von deinem Befehl.79Ach, daß sich müßten zu mir halten, die dich fürchten und deine Zeugnisse kennen!80Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zuschanden werde.
81Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.82Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?83Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht.84Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten über meine Verfolger?85Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz.86Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lügen; hilf mir!87Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.88Erquicke mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugnisse deines Mundes.
89HErr, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist;90deine Wahrheit währet für und für. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen.91Es bleibet täglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen.92Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elende.93Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickest mich damit.94Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle.95Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.96Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot währet.
97Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich rede ich davon.98Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz.99Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede.100Ich bin klüger denn die Alten; denn ich halte deine Befehle.101Ich wehre meinem Fuß alle bösen Wege, daß ich dein Wort halte.102Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich.103Dein Wort ist meinem Munde süßer denn Honig.104Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege,
105Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.106Ich schwöre und will's halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will.107Ich bin sehr gedemütiget; HErr, erquicke mich nach deinem Wort!108Laß dir gefallen, HErr, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte.109Ich trage meine Seele immer in meinen Händen und ich vergesse deines Gesetzes nicht.110Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinem Befehl.111Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne.112Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich.
113Ich hasse die Flattergeister und liebe dein Gesetz.114Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort.115Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines GOttes.116Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß mich nicht zuschanden werden über meiner Hoffnung.117Stärke mich, daß ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten.118Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trügerei ist eitel Lüge.119Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse.120Ich fürchte mich vor dir, daß mir die Haut schauert, und entsetze mich vor deinen Rechten.
121Ich halte über dem Recht und Gerechtigkeit; übergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun!122Vertritt du deinen Knecht und tröste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt tun.123Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.124Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte!125Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich erkenne deine Zeugnisse!126Es ist Zeit, daß der HErr dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen.127Darum liebe ich dein Gebot über Gold und über fein Gold.128Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse allen falschen Weg.
129Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum hält sie meine Seele.130Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die Einfältigen.131Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget danach.132Wende dich zu mir und sei mir gnädig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben.133Laß meinen Gang gewiß sein in deinem Wort und laß kein Unrecht über mich herrschen!134Erlöse mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle.135Laß dein Antlitz leuchten über deinen Knecht und lehre mich deine Rechte!136Meine Augen fließen mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht hält.
137HErr, du bist gerecht und dein Wort ist recht.138Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten.139Ich habe mich schier zu Tode geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen.140Dein Wort ist wohl geläutert, und dein Knecht hat es lieb.141Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls.142Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.143Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten.144Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich.
145Ich rufe von ganzem Herzen; erhöre mich, HErr, daß ich deine Rechte halte!146Ich rufe zu dir; hilf mir, daß ich deine Zeugnisse halte!147Ich komme frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich.148Ich wache frühe auf, daß ich rede von deinem Wort.149Höre meine Stimme nach deiner Gnade; HErr, erquicke mich nach deinen Rechten!150Meine boshaftigen Verfolger wollen mir zu und sind ferne von deinem Gesetz.151HErr, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit.152Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegründet hast.
153Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht.154Führe meine Sache und erlöse mich; erquicke mich durch dein Wort!155Das Heil ist ferne von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht.156HErr, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten!157Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen.158Ich sehe die Verächter, und tut mir wehe, daß sie dein Wort nicht halten.159Siehe, ich liebe deine Befehle; HErr, erquicke mich nach deiner Gnade!160Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit währen ewiglich.
161Die Fürsten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz fürchtet sich vor deinen Worten.162ich freue mich über dein Wort wie einer, der eine große Beute kriegt.163Lügen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb.164Ich lobe dich des Tages siebenmal um der Rechte willen deiner Gerechtigkeit.165Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln.166HErr, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.167Meine Seele hält deine Zeugnisse und liebet sie fast.168Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir.
169HErr, laß meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort!170Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort!171Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest.172Meine Zunge soll ihr Gespräch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht.173Laß mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwählet deine Befehle.174HErr, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz.175Laß meine Seele leben, daß sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen.176Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.
Ein Lied im höhern Chor.
1Ich rufe zu dem HErrn in meiner Not, und er erhöret mich.2HErr, errette meine Seele von den Lügenmäulern und von den falschen Zungen!3Was kann dir die falsche Zunge tun? und was kann sie ausrichten?4Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wacholdern.5Wehe mir, daß ich ein Fremdling bin unter Mesech! Ich muß wohnen unter den Hütten Kedars.6Es wird meiner Seele lange, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen.7Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fahen sie Krieg an.
Ein Lied im höhern Chor.
1Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.2Meine Hilfe kommt vom HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.3Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht.4Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.5Der HErr behütet dich; der HErr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,6daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.7Der HErr behüte dich vor allem Übel; er behüte deine Seele!8Der HErr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Ein Lied Davids im höhern Chor.
1Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir werden ins Haus des HErrn gehen,2und daß unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem.3ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll,4da die Stämme hinaufgehen sollen, nämlich die Stämme des HErrn, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HErrn.5Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses David.6Wünschet Jerusalem Glück! Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben!7Es müsse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen!8Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.9Um des Hauses willen des HErrn, unsers GOttes, will ich dein Bestes suchen.
Ein Lied im höhern Chor.
1Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel sitzest.2Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HErrn, unsern GOtt, bis er uns gnädig werde.3Sei uns gnädig, HErr, sei uns gnädig; denn wir sind sehr voll Verachtung.4Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoffärtigen Verachtung.
Ein Lied Davids im höhern Chor.
1Wo der HErr nicht bei uns wäre, so sage Israel,2wo der HErr nicht bei uns wäre, wenn die Menschen sich wider uns setzen,3so verschlängen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn über uns ergrimmete,4so ersäufte uns Wasser, Ströme gingen über unsere Seele;5es gingen Wasser allzu hoch über unsere Seele.6Gelobet sei der HErr, daß er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zähne!7Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers. Der Strick ist zerrissen, und wir sind los.8Unsere Hilfe stehet im Namen des HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Ein Lied im höhern Chor.
1Die auf den HErrn hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewiglich bleiben wie der Berg Zion.2Um Jerusalem her sind Berge; und der HErr ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.3Denn der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten, auf daß die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit.4HErr, tu wohl den guten und frommen Herzen!5Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HErr wegtreiben mit den Übeltätern. Aber Friede sei über Israel!
Ein Lied im höhern Chor.
1Wenn der HErr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.2Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HErr hat Großes an ihnen getan.3Der HErr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.4HErr, wende unser Gefängnis, wie du die Wasser gegen Mittag trocknest!5Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.6Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
Ein Lied Salomos im höhern Chor.
1Wo der HErr nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der HErr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst.2Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend.3Siehe, Kinder sind eine Gabe des HErrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.4Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten die jungen Knaben.5Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.
Ein Lied im höhern Chor.
1Wohl dem, der den HErrn fürchtet und auf seinen Wegen gehet!2Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast's gut!3Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, deine Kinder wie die Ölzweige um deinen Tisch her.4Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HErrn fürchtet.5Der HErr wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang6und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!
Ein Lied im höhern Chor.
1Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf, so sage Israel;2sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht.3Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen.4Der HErr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.5Ach; daß müßten zuschanden werden und zurückkehren alle, die Zion gram sind!6Ach, daß sie müßten sein wie das Gras auf den Dächern, welches verdorret, ehe man es ausrauft,7von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll,8und die vorübergehen, nicht sprechen: Der Segen des HErrn sei über euch; wir segnen euch im Namen des HErrn!
Ein Lied im höhern Chor.
1Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir.2HErr, höre meine Stimme; laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!3So du willst, HErr, Sünde zurechnen, HErr, wer wird bestehen?4Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte.5Ich harre des HErrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.6Meine Seele wartet auf den HErrn von einer Morgenwache bis zur andern.7Israel hoffe auf den HErrn; denn bei dem HErrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm;8und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Ein Lied Davids im höhern Chor.
1HErr, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in großen Dingen, die mir zu hoch sind.2Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entwöhnet, wie einer von seiner Mutter entwöhnet wird.3Israel hoffe auf den HErrn von nun an bis in Ewigkeit!
Ein Lied im höhern Chor.
1Gedenke, HErr, an David und an all sein Leiden,2der dem HErrn schwur und gelobte dem Mächtigen Jakobs:3Ich will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch mich aufs Lager meines Bettes legen,4ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlider schlummern,5bis ich eine Stätte finde für den HErrn; zur Wohnung dem Mächtigen Jakobs.6Siehe, wir hören von ihr in Ephratha, wir haben sie funden auf dem Felde des Waldes.7Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor seinem Fußschemel.8HErr, mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht!9Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen sich freuen.10Nimm nicht weg das Regiment deines Gesalbten um deines Knechts Davids willen.11Der HErr hat David einen wahren Eid geschworen, davon wird er sich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes.12Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.13Denn der HErr hat Zion erwählet und hat Lust, daselbst zu wohnen.14Dies ist meine Ruhe ewiglich, hie will ich wohnen, denn es gefällt mir wohl.15Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brots genug geben.16Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen fröhlich sein.17Daselbst soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet.18Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber über ihm soll blühen seine Krone.
Ein Lied Davids im höhern Chor.
1Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder einträchtig beieinander wohnen!2Wie der köstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herabfleußt in seinen ganzen Bart, der herabfleußt in sein Kleid,3wie der Tau, der von Hermon herabfällt auf die Berge Zion. Denn daselbst verheißt der HErr Segen und Leben immer und ewiglich.
Ein Lied im höhern Chor.
1Siehe, lobet den HErrn, alle Knechte des HErrn, die ihr stehet des Nachts im Hause des HErrn.2Hebet eure Hände auf im Heiligtum und lobet den HErrn!3Der HErr segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!
1Halleluja! Lobet den Namen des HErrn, lobet, ihr Knechte des HErrn,2die ihr stehet im Hause des HErrn, in den Höfen des Hauses unsers GOttes!3Lobet den HErrn, denn der HErr ist freundlich; lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich.4Denn der HErr hat ihm Jakob erwählet, Israel zu seinem Eigentum.5Denn ich weiß, daß der HErr groß ist und unser HErr vor allen Göttern.6Alles, was er will, das tut er, im Himmel, auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;7der die Wolken läßt aufgehen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind aus heimlichen Örtern kommen läßt;8der die Erstgeburten schlug in Ägypten, beide der Menschen und des Viehes,9und ließ seine Zeichen und Wunder kommen über dich, Ägyptenland, über Pharao und alle seine Knechte;10der viel Völker schlug und tötete mächtige Könige,11der Amoriter König, und Og, den König zu Basan, und alle Königreiche in Kanaan;12und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel.13HErr, dein Name währet ewiglich; dein Gedächtnis, HErr, währet für und für.14Denn der HErr wird sein Volk richten und seinen Knechten gnädig sein.15Der Heiden Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.16Sie haben Mäuler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;17sie haben Ohren und hören nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde.18Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen.19Das Haus Israel lobe den HErrn. Lobet den HErrn, ihr vom Hause Aaron;20ihr vom Hause Levi, lobet den HErrn; die ihr den HErrn fürchtet, lobet den HErrn!21Gelobet sei der HErr aus Zion, der zu Jerusalem wohnet! Halleluja!
1Danket dem HErrn, denn er ist freundlich; denn seine Güte währet ewig2Danket dem GOtt aller Götter; denn seine Güte währet ewiglich.3Danket dem HErrn aller Herren; denn seine Güte währet ewiglich.4Der große Wunder tut alleine; denn seine Güte währet ewiglich.5Der die Himmel ordentlich gemacht hat; denn seine Güte währet ewiglich.6Der die Erde auf Wasser ausgebreitet hat; denn seine Güte währet ewiglich.7Der große Lichter gemacht hat; denn seine Güte währet ewiglich;8die Sonne, dem Tage vorzustehen; denn seine Güte währet ewiglich;9den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen; denn seine Güte währet ewiglich.10Der Ägypten schlug an ihren Erstgeburten; denn seine Güte währet ewiglich;11und führete Israel heraus; denn seine Güte währet ewiglich;12durch mächtige Hand und ausgereckten Arm; denn seine Güte währet ewiglich.13Der das Schilfmeer teilete in zwei Teile; denn seine Güte währet ewiglich;14und ließ Israel hindurchgehen; denn seine Güte währet ewiglich.15Der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß; denn seine Güte währet ewiglich.16Der sein Volk führete durch die Wüste; denn seine Güte währet ewiglich.17Der große Könige schlug; denn seine Güte währet ewiglich;18und erwürgete mächtige Könige; denn seine Güte währet ewiglich;19Sihon, der Amoriter König; denn seine Güte währet ewiglich;20und Og, den König zu Basan; denn seine Güte währet ewiglich;21und gab ihr Land zum Erbe; denn seine Güte währet ewiglich;22zum Erbe seinem Knechte Israel; denn seine Güte währet ewiglich.23Denn er dachte an uns, da wir untergedrückt waren; denn seine Güte währet ewiglich;24und erlösete uns von unsern Feinden; denn seine Güte währet ewiglich.25Der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Güte währet ewiglich.26Danket dem GOtt vom Himmel; denn seine Güte währet ewiglich.
1An den Wassern zu Babel saßen wir und weineten, wenn wir an Zion gedachten.2Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die drinnen sind.3Denn daselbst hießen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fröhlich sein: Lieber, singet uns ein Lied von Zion!4Wie sollten wir des HErrn Lied singen in fremden Landen?5Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen!6Meine Zunge müsse an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.7HErr, gedenke der Kinder Edom am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden!8Du verstörte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergelte, wie du uns getan hast!9Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den Stein!
Davids.
1Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den Göttern will ich dir lobsingen.2Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen über alles herrlich gemacht durch dein Wort.3Wenn ich dich anrufe, so erhöre mich und gib meiner Seele große Kraft.4Es danken dir, HErr, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes,5und singen auf den Wegen des HErrn, daß die Ehre des HErrn groß sei.6Denn der HErr ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den Stolzen von ferne.7Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und streckest deine Hand über den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.8Der HErr wird's ein Ende machen um meinetwillen. HErr, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen!
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1HErr, du erforschest mich und kennest mich.2Ich sitze oder stehe auf, so weißest du es: du verstehest meine Gedanken von ferne.3Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HErr, nicht alles wissest.5Du schaffest es, was ich vor oder hernach tue, und hältst deine Hand über mir.6Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch; ich kann's nicht begreifen.7Wo soll ich hingehen vor deinem Geist und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht?8Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da.9Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,10so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten.11Spräche ich: Finsternis möge mich decken, so muß die Nacht auch Licht um mich sein;12denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.13Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du warest über mir in Mutterleibe.14Ich danke dir darüber, daß ich wunderbarlich gemacht bin; wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl.15Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.16Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war.17Aber wie köstlich sind vor mir, GOtt, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summa!18Sollt ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.19Ach, GOtt, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten!20Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.21Ich hasse ja, HErr, die dich hassen, und verdreußt mich auf sie, daß sie sich wider dich setzen.22Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir feind.23Erforsche mich, GOtt, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine;24und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Ein Psalm Davids, vorzusingen.
1Errette mich, HErr, von den bösen Menschen; behüte mich vor den freveln Leuten,2die Böses gedenken in ihrem Herzen und täglich Krieg erregen.3Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. Sela.4Bewahre mich, HErr, vor der Hand der Gottlosen; behüte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoßen.5Die Hoffärtigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. Sela.6Ich aber sage zum HErrn: Du bist mein GOtt; HErr, vernimm die Stimme meines Flehens!7HErr HErr, meine starke Hilfe, du beschirmest mein Haupt zur Zeit des Streits.8HErr, laß dem Gottlosen seine Begierde nicht; stärke seinen Mutwillen nicht; sie möchten sich's erheben. Sela.9Das Unglück, davon meine Feinde ratschlagen, müsse auf ihren Kopf fallen.10Er wird Strahlen über sie schütten; er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nimmer nicht aufstehen.11Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden; ein frevelböser Mensch wird verjagt und gestürzt werden.12Denn ich weiß, daß der HErr wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausführen.13Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesichte bleiben.
Ein Psalm Davids.
1HErr, ich rufe zu dir; eile zu mir, vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe!2Mein Gebet müsse vor dir taugen wie ein Räuchopfer, mein Händeaufheben wie ein Abendopfer.3HErr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!4Neige mein Herz nicht auf etwas Böses ein gottlos Wesen zu führen mit den Übeltätern, daß ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt.5Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun als ein Balsam auf meinem Haupt. Denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden tun.6Ihre Lehrer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man denn meine Lehre hören, daß sie lieblich sei.7Unsere Gebeine sind zerstreuet bis zur Hölle, wie einer das Land zerreißt und zerwühlet.8Denn auf dich, HErr HErr, sehen meine Augen; ich traue auf dich; verstoße meine Seele nicht!9Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter.10Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immer vorübergehen.
Eine Unterweisung Davids zu beten, da er in der Höhle war.
1Ich schreie zum HErrn mit meiner Stimme; ich flehe dem HErrn mit meiner Stimme;2ich schütte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.3Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe.4Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.5HErr, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.6Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig.7Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.
Ein Psalm Davids.
1HErr, erhöre mein Gebet; vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen!2Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.3Denn der Feind verfolget meine Seele und zerschlägt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere, wie die Toten in der Welt.4Und mein Geist ist in mir geängstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret.5Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und sage von den Werken deiner Hände.6Ich breite meine Hände aus zu dir; meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. Sela.7HErr, erhöre mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.8Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlanget nach dir.9Errette mich, mein GOtt, von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht.10Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein GOtt; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.11HErr, erquicke mich um deines Namens willen führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen;12und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen und bringe um alle, die meine Seele ängsten; denn ich bin dein Knecht.
Ein Psalm Davids.
1Gelobet sei der HErr, mein Hort, der meine Hände lehret streiten und meine Fäuste kriegen,2meine Güte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwinget.3HErr, was ist der Mensch, daß du dich sein so annimmst, und des Menschen Kind, daß du ihn so achtest?4Ist doch der Mensch gleichwie nichts; seine Zeit fähret dahin wie ein Schatten.5HErr, neige deine Himmel und fahre herab; taste die Berge an, daß sie rauchen!6Laß blitzen und zerstreue sie; schieße deine Strahlen und schrecke sie!7Sende deine Hand von der Höhe und erlöse mich und errette mich von großen Wassern, von der Hand der fremden Kinder,8welcher Lehre ist kein nütze, und ihre Werke sind falsch.9GOtt, ich will dir ein neues Lied singen; ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten10der du den Königen Sieg gibst und erlösest deinen Knecht David vom mörderischen Schwert des Bösen.11Erlöse mich auch und errette mich von der Hand der fremden Kinder, welcher Lehre ist kein nütze, und ihre Werke sind falsch,12daß unsere Söhne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen und unsere Töchter wie die ausgehauenen Erker, gleichwie die Paläste,13und unsere Kammern voll seien, die herausgeben können einen Vorrat nach dem andern; daß unsere Schafe tragen tausend und hunderttausend auf unsern Dörfern;14daß unsere Ochsen viel erarbeiten; daß kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sei.15Wohl dem Volk, dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, des der HErr ein GOtt ist!
Ein Lob Davids.
1Ich will dich erhöhen, mein GOtt, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.2Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.3Der HErr ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unaussprechlich.4Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.5Ich will reden von deiner herrlichen, schönen Pracht und von deinen Wundern,6daß man solle reden von deinen herrlichen Taten und daß man erzähle deine Herrlichkeit,7daß man preise deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühme.8Gnädig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von großer Güte.9Der HErr ist allen gütig und erbarmet sich aller seiner Werke.10Es sollen dir danken, HErr, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben11und die Ehre deines Königreichs rühmen und von deiner Gewalt reden,12daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die ehrliche Pracht deines Königreichs.13Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für.14Der HErr erhält alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind.15Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.16Du tust deine Hand auf und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen.17Der HErr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken.18Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.19Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und höret ihr Schreien und hilft ihnen.20Der HErr behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.21Mein Mund soll des HErrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!
1Halleluja! Lobe den HErrn, meine Seele!2Ich will den HErrn loben, so lange ich lebe, und meinem GOtt lobsingen, weil ich hie bin.3Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.4Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschläge.5Wohl dem, des Hilfe der GOtt Jakobs ist, des Hoffnung auf dem HErrn, seinem GOtt, stehet,6der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben hält ewiglich;7der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der HErr löset die Gefangenen.8Der HErr macht die Blinden sehend. Der HErr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HErr liebet die Gerechten.9Der HErr behütet Fremdlinge und Waisen und erhält die Witwen; und kehret zurück den Weg der Gottlosen.10Der HErr ist König ewiglich, dein GOtt, Zion, für und für. Halleluja!
1Lobet den HErrn; denn unsern GOtt loben, das ist ein köstlich Ding; solch Lob ist lieblich und schön.2Der HErr bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel.3Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen.4Er zählet die Sterne und nennet sie alle mit Namen.5Unser HErr ist groß und von großer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret.6Der HErr richtet auf die Elenden und stößet die Gottlosen zu Boden.7Singet umeinander dem HErrn mit Dank und lobet unsern GOtt mit Harfen,8der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen läßt;9der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.10Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen.11Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.12Preise, Jerusalem, den HErrn; lobe, Zion, deinen GOtt!13Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen.14Er schaffet deinen Grenzen Frieden und sättiget dich mit dem besten Weizen.15Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort läuft schnell.16Er gibt Schnee wie Wolle, er streuet Reif wie Asche.17Er wirft seine Schloßen wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost?18Er spricht, so zerschmilzt es; er läßt seinen Wind wehen, so tauet's auf.19Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte.20So tut er keinen Heiden, noch läßt sie wissen seine Rechte. Halleluja!
1Halleluja! Lobet, ihr Himmel, den HErrn; lobet ihn in der Höhe!2Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer!3Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!4Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben, und die Wasser, die oben am Himmel sind!5Die sollen loben den Namen des HErrn; denn er gebeut, so wird's geschaffen.6Er hält sie immer und ewiglich; er ordnet sie, daß sie nicht anders gehen müssen.7Lobet den HErrn auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen;8Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten;9Berge und alle Hügel, fruchtbare Bäume und alle Zedern;10Tier und alles Vieh, Gewürm und Vögel;11ihr Könige auf Erden und alle Leute, Fürsten und alle Richter auf Erden;12Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen13sollen loben den Namen des HErrn; denn sein Name allein ist hoch; sein Lob gehet, soweit Himmel und Erde ist.14Und er erhöhet das Horn seines Volks. Alle seine Heiligen sollen loben, die Kinder Israel, das Volk, das ihm dienet, Halleluja!
1Halleluja! Singet dem HErrn ein neues Lied! Die Gemeine der Heiligen soll ihn loben.2Israel freue sich des, der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seien fröhlich, über ihrem Könige!3Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen.4Denn der HErr hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden herrlich.5Die Heiligen sollen fröhlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern.6Ihr Mund soll GOtt erhöhen, und sollen scharfe Schwerter in ihren Händen haben,7daß sie Rache üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern,8ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln,9daß sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
1Halleluja! Lobet den HErrn in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht!2Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!3Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfen!4Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!5Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!6Alles, was Odem hat, lobe den HErrn! Halleluja!